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Ein Leben ohne Transferzahlung

Mein alter Blog neu aufbereitet Teil 3

Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Die Besetzung Kuwaits durch den Irak führte zum dritten Mal seit 1973 zu einem plötzlichen steilen Anstieg des Rohölpreises, und das erneut unter Umständen, die von den Rockefeller-Ölkonzernen in verdeckter Zusammenarbeit mit den US-Geheimdiensten herbeigeführt worden waren. Nachdem die Vereinten Nationen ein Embargo für Rohöl und Erdölprodukte aus beiden Ländern gebilligt hatten, führte die Angst vor Lieferausfällen in einem Ausmaß wie 1979 dazu, dass der Ölpreis pro Barrel im August von 16 auf 28 Dollar und im September sogar auf 36 Dollar stieg. Die Sieben Schwestern und ihre Bankiers hatten wieder einmal mit einer künstlichen Verknappung hohe Ölpreise gesichert, und wieder einmal hatten sie dafür einen Stellvertreterkrieg in Gang gesetzt. Innerhalb weniger Stunden nach Beginn der Besetzung Kuwaits hatten die Bank of England und die US-Regierung sämtliche kuwaitischen Guthaben in dem vermutlich größten Investmentfonds der Welt, dem Kuwait Investment Office in London, eingefroren. Die Höhe des gesamten Guthaben-Portfolios wurde offiziell geheim gehalten, hatte aber nach Aussage zuverlässiger Quellen einen Wert von mindestens 100 bis 150 Milliarden Dollar. Anfänglich hieß es, die Vereinigten Staaten – denen sich die britische Regierung umgehend anschloss – würden Truppen entsenden, die lediglich den Auftrag hätten, Saudi-Arabien gegen eine angeblich drohende Invasion durch den Irak zu verteidigen, eine Bedrohung, die, wie sich später herausstellte, in Washington erfunden worden war. Doch nun verkündete Bush, der sich in den Stunden, als Anfang August diese Entscheidung gefällt wurde, gemeinsam mit Thatcher in Aspen, Colorado, aufhielt, dort seine berühmt-berüchtigte »Neue Weltordnung«.215 Die Regierung Bush hatte schlicht gelogen, als sie am 8. August 1990 erklärt hatte, der Zweck des US-Truppeneinsatzes sei »rein defensiver Natur«, er solle lediglich Saudi-Arabien vor einer unmittelbar drohenden Invasion durch den Irak schützen. König Hussein von Jordanien berichtete, die US-Truppen seien schon Tage bevor Saudi-Arabien die USA um ihr Eingreifen »bat«, in Saudi-Arabien stationiert worden. Wie Hussein sagte, habe der saudische König Fahd in den ersten Tagen der Krise Unterstützung für eine diplomatische arabische Lösung signalisiert. Fahd berichtete dem jordanischen König Hussein auch, es gäbe keinen Hinweis auf einen Massierung irakischer Truppen an der Grenze zu Saudi-Arabien. Amerikanische Berichte, wonach der Irak einen Einmarsch in Saudi-Arabien plane, entsprächen nicht der Wahrheit. Die Saudis beugten sich der Forderung der USA, US-Truppen zu ihrer Verteidigung »einzuladen«, erst nach einem langen Gespräch zwischen König Fahd und dem damaligen US-Verteidigungsminister Richard Cheney. Der wirkliche Inhalt des Gesprächs wird bis heute unter Verschluss gehalten.216 Die Bush-Regierung war 1991 gar nicht daran interessiert, einen Krieg mit dem Irak abzuwenden. Bush ging Diplomatie und Verhandlungen aus dem Wege, er lehnte es sogar ab, US-Außenminister Baker zu einem Treffen mit Saddam Hussein noch vor dem 15. Januar 1991 reisen zu lassen, was er noch am 20. November 1990 versprochen hatte. Auch als der Irak am 15. Februar 1991, zwei Tage nach dem Angriff amerikanischer Flugzeuge auf den Aal-Ameriyah-Bunker, in dem Hunderte Frauen und Kinder, die dort Schutz gesucht hatten, verbrannten, den Rückzug anbot, wies Bush dies zurück. Die irakische Seite hatte am 18. Februar, vier Tage vor Beginn der sogenannten Bodenoffensive, dem sowjetischen Vorschlag, der Irak solle sämtliche UN-Resolutionen befolgen, umgehend zugestimmt – es war alles vergebens.217 Die amerikanische Bodenoffensive gegen irakische Stellungen forderte die höchste Zahl an Opfern in dem Konflikt. Bis zu 100.000 irakische Soldaten fielen, nachdem sich die irakische Regierung bereits in vollem Umfang allen Forderungen der USA und der UN gebeugt hatte. Die Bush-Regierung führte diesen Krieg nicht, um den Irak zum Rückzug aus Kuwait zu zwingen, sondern sie verfolgte andere außenpolitische Ziele. Doch die wurden der Öffentlichkeit nie erklärt, beschönigend war stets nur von einer »Neuen Weltordnung« die Rede. Als die Sowjetunion zusammenbrach, entschied Washington, nun sei die Zeit reif, in Länder des Entwicklungssektors vorzudringen, die zuvor für sie unerreichbar waren. Im Fall des ehemaligen Sowjet-Alliierten Irak könnten die USA, so hatte die Bush-Regierung sehr schnell erkannt, das Vakuum füllen, wenn die Sowjets den Irak und andere traditionelle Verbündete in der Dritten Welt aufzugeben bereit wären. Seit Sommer 1989 hatten die US Joint Chiefs of Staff die amerikanische Militärdoktrin im Nahen Osten verändert; jetzt stand nicht mehr der amerikanisch-sowjetische Konflikt im Mittelpunkt, sondern regionale Mächte gerieten ins Visier. Im Juni 1990, also zwei Monate vor dem irakischen Einmarsch in Kuwait, ließ General Norman Schwarzkopf komplizierte Planspiele veranstalten, bei denen – gewiss nicht zufällig – Hunderttausende US-Soldaten gegen irakische Panzerdivisionen kämpften.218 Amerikas Pläne für die Militarisierung der reichen Ölquellen am Persischen Golf waren unter dem Vorwand, eine angebliche Bedrohung der Ölfelder in Saudi-Arabien durch den Irak abzuwehren, einen gewaltigen Schritt vorangekommen.219 Ende 1989 fiel die Berliner Mauer. Washington verkündete die neue Rolle der USA als »einzig verbliebene Supermacht«, oder, wie George H.W. Bush bei einer Rede vor dem US-Kongress sagte, als Führungsmacht in einer »neuen Weltordnung«. Am Vorabend der Irakinvasion erklärte er vor dem Kongress: »Wir stehen am Beginn einer neuen Partnerschaft unter Nationen, wir sind Zeuge eines einmaligen, unvergleichlichen Augenblicks. So schwer sie auch ist, die Krise am Persischen Golf bietet die seltene Chance, in eine historische Epoche der Zusammenarbeit einzutreten. Aus diesen unruhigen Zeiten kann sich auch unser fünftes Ziel – eine neue Weltordnung – entwickeln.«220
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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Diese neue Weltordnung war von einem stark militärischen Tonfall geprägt; immer deutlicher traten die imperialen Absichten zutage. Anfang der 1990er-Jahre erzielte Washington große Fortschritte darin, das Netz von US-Militärstützpunkten bis zu den Ölfeldern im Nahen Osten zu erweitern. In Saudi-Arabien durfte das amerikanische Militär, sehr zum Missfallen der strengen Muslime, erstmals Soldaten und Flugzeuge auf dem Prince-Sultan-Luftwaffenstützpunkt in El Kharj stationieren. Dem US-Militär gelang es, auch in Kuwait und Katar und in den Emiraten ständige Militäreinrichtungen aufzubauen. US Central Command, das für den gesamten Nahen Osten bis einschließlich Afghanistan und Zentralasien verantwortlich war, rückte allmählich in den Fokus der US-Streitkräfte. Wie, das sollte sich erst zehn Jahre später, im September 2001, zeigen. Im Irak selbst verhängte Washington nach 1991 ein striktes Flugembargo. Mit der Operation »Provide Comfort«, die eingerichtet wurde, um »humanitäre Hilfe« für die irakischen Kurden zu leisten, die inmitten der reichsten Ölfelder im Irak lebten, wurde im April 1991 das Gebiet nördlich des 36. Breitengrades zur »Flugverbotszone« erklärt. Im August 1992 wurde mit der Operation »Southern Watch« eine »Flugverbotszone« südlich des 32. Breitengrades verhängt. Jetzt war der Irak endgültig zum »captive state« unter dem Kommando von CENTCOM geworden. Die Sowjetunion und mit ihr verbündete Länder wurden im Laufe der folgenden Jahre zerschlagen oder Schritt für Schritt in die NATO gelockt. 1991 drängten die USA und ihre großen Ölkonzerne in die ehemaligen Ölgebiete der Sowjetunion. Dabei sicherte sich Chevron die Kontrolle über das große Ölfeld Tengiz in Kasachstan, während ein Konsortium unter Führung von BP die großen Offshore-Ölfelder von Baku in Aserbaidschan eroberte, das Öl aus dem Schwarzmeer-Becken also, einem der reichsten Ölgebiete außerhalb des Persischen Golfs. Für Washington mag zwar der Kalte Krieg gegen die Sowjetunion 1991 mit der Auflösung der Sowjetunion beendet gewesen sein. Doch der eigentliche Krieg um die vollständige Beherrschung der ganzen Welt, im Pentagon-Jargon »Full Spectrum Dominance« genannt, hatte gerade erst begonnen. Wieder stand Öl, »das gesamte Öl, überall«, im Zentrum dieser neuen Strategie der Dominanz. Als Nächstes waren China, Russland und die Länder des Eurasischen Herzlands – als die sie in Halford Mackinders geopolitischer Strategie bezeichnet wurden – an der Reihe.
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soviel zu einen paar Ausschnitten aus dem Buch, das jeder gelesen haben sollte, der die jüngere Geschichte besser verstehen will. Ich selbst habe ja aktiv in dieser Zeit gelebt, hatte sogar 2 Freunde aus dem Iran, in der Zeit als der Schah aus dem Iran vertrieben wurde – aber die ganzen Hintergründe kannte ich nicht. Dass das alles so gut dokumentiert war – wusste ich auch nicht. Wer sich die Mühe macht – findet die richtigen Zusammenhänge selbst heraus, allerdings muss er sich die richtigen Quellen selber suchen – die normale Geschichtsschreibung ist im besten Falle dadurch ausgezeichnet, dass sie die wichtigen Dinge einfach auslässt.

Es gibt noch viele aufschlussreiche Details in dem Buch von Engdahl – daraus wird ganz klar mit Ressourcen alleine als Ursache greift man zu kurz warum …..

 Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Die Kriegsfalken in Washington rüsten sich für den »Zusammenprall der Kulturen« Zwei Jahre vor seiner Londoner Rede – in der er vor einer kommenden Ölkrise warnte, da die Reserven bald zur Neige gingen, und davon sprach, die Ölreserven im Nahen Osten müssten notfalls militärisch erobert werden – hatte Cheney gemeinsam mit Don Rumsfeld, seinem langjährigen Kumpan aus der Republikanischen Partei, eine rechtsgerichtete Denkfabrik gegründet, die den Namen Project for the New American Century oder PNAC trug. PNAC trat im Januar 1998 erstmals öffentlich in Erscheinung mit einem Offenen Brief an Präsident Bill Clinton, in dem für einen gewaltsamen Regimewechsel gegen Saddam Hussein im Irak plädiert wurde.281 Offenkundig wollten Cheney, Rumsfeld und andere Mitglieder des PNAC die direkte Kontrolle über die riesigen Ölreserven im Irak in amerikanische Hände legen. Wie die Ereignisse nach 2003 zeigten, war dabei nicht beabsichtigt, dieses irakische Öl auf den Markt zu bringen, denn damals herrschte ein weltweites Überangebot. Ziel war vielmehr die Kontrolle darüber, wer dieses Öl erhielt. Denn bevor amerikanische Truppen den Irak besetzten, hatte Saddam Hussein mit russischen, französischen und chinesischen Ölgesellschaften Verträge über die Exploration der irakischen Ölfelder abgeschlossen – ein sehr bedeutsames Faktum, das in den britischen und amerikanischen Mainstream-Medien im Vorfeld des Krieges von 2003 wenn überhaupt, dann nur beiläufig erwähnt wurde. Von Saddam verbannt, wären die amerikanischen und britischen Ölgesellschaften leer ausgegangen. Für Washington mag es sehr wohl ein wichtiger Beweggrund für die Irakinvasion gewesen sein, dem drohenden Verlust der zweitgrößten Reserven an konventionellem Öl auf der Welt zuvorzukommen.282 Schon in Cheneys offenem Brief finden sich dieselben falschen Argumente, die er selbst und Don Rumsfeld – inzwischen Vizepräsident und Verteidigungsminister der USA in der Regierung von George W. Bush – nach dem 11. September 2001 ins Feld führten, als sie erklärten, nun sei die Zeit reif, Saddams Irak den Krieg zu erklären. 283 In dem PNAC-Brief hieß es: »Wir appellieren an Sie, die Gelegenheit zu ergreifen und eine neue Strategie zu formulieren, die unsere Interessen und die unserer Freunde und Alliierten in aller Welt sichert. Sie sollte vordringlich darauf gerichtet sein, das Regime Saddam Husseins zu entmachten.«284 Seltsamerweise drängten Cheneys Kriegsfalken von der PNAC also schon drei Jahre vor den Anschlägen vom 11. September 2001 – welche die Regierung Bush-Cheney zum Vorwand nahm, den »Krieg gegen den Terror« zu verkünden – darauf, Saddam Hussein gewaltsam zu vertreiben. Diesen Krieg gegen den Terror betrachtete man in der islamischen Welt verbreitet und berechtigterweise als Krieg gegen den Islam oder als »Zusammenprall der Kulturen«, von dem Samuel Huntington gesprochen hatte, der als Politikwissenschaftler an der Harvard-Universität geopolitische Strategie lehrte und David Rockefellers Trilateraler Kommission angehörte.285 Darüber hinaus betrachtete Saddam, der der säkularen Baath-Partei angehörte, den Fundamentalismus eines Osama bin Laden und dessen wahabitische oder salafitische Spielart des sunnitischen Islams als tödliche Bedrohung für sein diktatorisches Regime. Die US-Nachrichtendienste hatten ihm weder eine Verbindung zu jener mysteriösen und schwer zu fassenden Organisation, welche die CIA al Qaida zu nennen pflegte, nachweisen können noch zu Osama bin Laden, den die CIA ja selbst ausgebildet hatte. Im September 2000, als der US-Präsidentschaftswahlkampf auf vollen Touren lief, veröffentlichte Cheney gemeinsam mit anderen ein PNAC-Weißbuch, das als Entwurf für die strategisch-militärische Politik des nächsten US-Präsidenten erstellt worden war. Das Dokument trug den Titel Rebuilding America’s Defenses, und es sprach eine deutliche Sprache. Im PNAC-Bericht hieß es, die US-Streitkräfte am Persischen Golf repräsentierten »das langfristige Engagement der Vereinigten Staaten und ihrer wichtigsten Alliierten in einer Region von lebenswichtiger Bedeutung. Seit Jahrzehnten sind die Vereinigten Staaten bestrebt, in der Golfregion eine nachhaltigere Rolle in Sicherheitsfragen zu spielen … die Notwendigkeit für eine umfangreiche Präsenz amerikanischer Truppen am Golf beschränkt sich nicht auf die Frage des Saddam-Hussein-Regimes.«286 Damit war es für die Cheney-PNAC-Gruppe nicht getan, es hieß weiter: »Selbst bei einer Verbesserung der iranisch-amerikanischen Beziehungen bliebe die Beibehaltung vorgeschobener Stützpunkte angesichts der langfristigen Interessen in der Region ein wesentliches Element der Sicherheitsstrategie der USA.«287 Mit diesen »langfristigen Interessen« war natürlich die US-Kontrolle über das Öl im Nahen Osten gemeint.

wäre eigentlich einfach, ja wenn es da nicht noch ein Forschungsgebiet gäbe – aus Russland – übrigens stammt die Theorie vom Peak Oil auch von einem Russen – wurde aber niemals bewiesen. Bewiesen wurde von den Russen später aber die Widerlegung des Peak Oil und die abiotische Entstehung von Erdöl und Ergas – das passte aber überhaupt nicht in das Weltbild der westlichen Lehrstuhlinhaber, die ja meistens mindestens indirekt auf der Lohnliste der Ölkonzerne standen.

Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Eine der interessantesten Schlussfolgerungen der jahrzehntelangen russischen Forschung über den abiotischen Ursprung des Öls war, wie Professor V.I. Sozanky von der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften schrieb, dass »die Untersuchung von Öl- und Gasfeldern zeigt, dass sich die meisten Öl- und Gasreservoirs wieder auffüllen. Unsere Daten aus vielen Regionen beweisen, dass Öl und Gas in Felder, auf denen gefördert wird, beständig nachströmen.«265 Natürlich waren weder Exxon noch BP noch das Pentagon daran interessiert, dass eine solche Vorstellung publik wurde. Sozansky zitiert zahlreiche Beispiele dafür, dass Ölquellen, die als erschöpft galten und auf denen die Förderung eingestellt, einige Jahre später aber wieder aufgenommen worden war, wieder sprudelten, sich also wieder aufgefüllt hatten. Er zählt mehrere flachere Ölfelder in Tschetschenien und in den USA auf, beispielsweise den anders nicht erklärbaren Fall von Block 330 des 1971 entdeckten Eugene-Island-Feldes von Pennzoil, auf dem die Förderung Anfang der 1980er-Jahre auf täglich 4.000 Barrel zurückgegangen war. Schon kurze Zeit später flossen wieder 13.000 Barrel täglich, die Reserven wurden statt zuvor auf 60 nunmehr auf 400 Millionen Barrel geschätzt. Wie Sozansky berichtete, hatte auch das Lamont Doherty Geophysical Observatory die Wiederauffüllung dynamischer Lager im Golf von Mexiko gemeldet. Gestützt auf die Tatsache, dass Öl kontinuierlich und spontan tief im Erdmantel gebildet und nach oben gedrückt werde, betonte er, dass die Menge von Öl und Gas konservativ auf mindestens »rund acht Millionen Mal mehr« geschätzt werden müsse als unter der Annahme, Öl und Gas seien fossilen Ursprungs. Er kam zu dem Schluss: »Es existieren riesige Mengen Erdöl, die den menschlichen Bedarf auf Jahrtausende hinaus decken.«266 Der hoch geachtete Öl-Analyst Peter Odell, damals Professor an der Erasmus-Universität in Rotterdam, schrieb: »Schließlich sollten wir uns der grundsätzlichen Schwäche einer Studie über die sehr langfristigen Aussichten der weltweiten Energieversorgung bewusst sein, die unkritisch die ursprüngliche Hypothese aus dem 18. Jahrhundert als richtig übernimmt, wonach alle Öl- und Gasvorkommen aus biologischer Materie in der chemischen und thermodynamischen Umwelt der Erdkruste gebildet werden.« Odell erklärte: »Es gibt eine – bereits 50 Jahre alte – alternative Theorie, die von einem anorganischen Ursprung von zusätzlichem Öl und Gas ausgeht. Diese alternative Sicht wird in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion allgemein anerkannt … Gemäß dieser anorganischen Theorie hat man in jüngster Zeit … behauptet, auch die Ölfelder im Nahen Osten könnten möglicherweise ›bis in alle Ewigkeit‹ Öl produzieren. Auch wird die Vorstellung verbreitet, Öl- und Gasfelder im Golf von Mexiko könnten sich wieder auffüllen. Etwas weniger konkret heißt es: Alle Giant-Felder lassen sich mit der anorganischen Theorie logisch erklären, denn schon einfache Berechnungen des möglichen Kohlenwasserstoffgehalts in Sedimenten ergeben, dass organisches Material nicht ausreicht, um die entsprechenden Mengen Erdöl zu liefern.«267 Laut Odell, der einige führende russische Ölwissenschaftler persönlich kannte, könnte man Öl tatsächlich als »erneuerbare Energiequelle« betrachten. Er schrieb: »Anstelle davon auszugehen, dass sich eine Grundreserve bereits in einer endlichen Zahl von sogenannten Öl- und Gasplays angesammelt hat, wäre es dann möglich, Kohlenwasserstoffe im Hinblick auf die Entwicklung des zukünftigen Bedarfs als prinzipiell erneuerbare Rohstoffe zu betrachten. Wenn sich Felder tatsächlich wieder auffüllen, weil das daraus geförderte Öl und Gas abyssal und abiotisch ist (das heißt durch chemische Reaktionen unter bestimmten thermodynamischen Bedingungen tief im Erdmantel entsteht), dann sollten die Förderkosten nicht steigen, denn die Produktion kann auf solchen Feldern auf unabsehbare Zeit weitergehen. Auch den Schätzungen über Reserven oder das Verhältnis von Reserven zu Produktion sowie über die jährliche Rate neuer Entdeckungen und zusätzlicher Reserven kommt nicht die Wichtigkeit zu, die ihnen richtigerweise beigemessen wird, sofern man gemäß der organischen Theorie der Entstehung von Öl und Gas eine Einschätzung über die zukünftig verfügbare Menge vornimmt. Die bisher getroffene ›Grobeinschätzung‹ über die Zukunft von Öl und Gas wäre dann nicht mehr relevant.«268 Kein Wunder also, dass die Kräfte, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Entwicklung des anglo-amerikanischen Ölmonopols vorangetrieben hatten, über die Implikationen der russischen Theorie höchst beunruhigt waren. Denn wenn sie zutraf, verlöre Washington einen der wichtigsten Hebel der geopolitischen Kontrolle, da sich China, Brasilien, Indien, Pakistan oder die Türkei unabhängige Quellen für den Hauptenergieträger in ihrer modernen Wirtschaft erschließen würden. Man brauchte also eine radikale Antwort. Und die kam auch schon bald, zunächst auf den Seiten des Scientific American, einer renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift in den Vereinigten Staaten. Später folgten jahrelange US-geführte und geopolitisch motivierte Kriege auf der ganzen Welt, angefangen mit dem Irak und ………

die wissenschaftlichen Fakten sprechen alle klar gegen die Theorie der Entstehung von Erdöl und Erdgas aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen —- im Westen ist das aber eine Verschwörungstheorie.

Aus einer ganz anderen Ecke werden diese Thesen untermauert, dazu 2 Video über ein Interview mit  Dr. Daniel Ganser der sich recht gut mit Zeitgeschichte der letzten 100 Jahre auskennt.

Teil 2

so lansam wird das Bild klarer – im Endeffekt tauchen immer die gleichen Namen auf, heute versteckt hinter Konzernen.

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Ein Gedanke der einfach einmal aufgetaucht ist – war folgender: weiter oben gibt es einen alten Disput zwischen  Esther Vilar und Alice Schwarzer ……
Heute werden diverse Institutionen angeführt von Frauen … z .B Bundeskanzlerin in D, Kriegsministerin in D, Premierministerin von Thailand, jetzt kam noch die Position in der FED dazu  usw. …..
In allen Fällen werden diese Positionen immer von Gremien vergeben – direkte Wahlen gibt es in solchen Fällen offenbar niemals. Sollte die Position die damals Esther Vilar bezogen hat näher an der Wirklichkeit liegen, dann laufen wir offensichtlich ins offene Messer. Wie schon angedeutet, gewählt hat die Frauen niemand – und trotzdem sind sie in den Machtpositionen – was mag da wohl der tiefere Grund sein, bei den Puppenspielern ?????

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Karl Heinz Deschner ist tod.

Zum Tode von Karl Heinz Deschner eine kurze Zusammenfassung – der 1 Teil von 7 die anderen 6 sind leicht in youtube zu finden.

Aphorismen ..

Ein Buch von ihm habe ich komplett gelesen  Abermals krähte der Hahn – die 10 Bände über die Kriminalgeschichte des Christentums habe ich als pdf Files hier – ich muss gestehen ich wollte sie immer schon lesen — aber anderes war wichtiger. Der Moloch. Eine kritische Geschichte der USA— das habe ich auch schon vor gut 10 Jahren gelesen – das ist auch ein Augenöffner zumindest zur damaligen Zeit – heute dürfte das alles schon weit aus geläufiger sein.

Was er zum Christentum zu sagen hat sollte man in den Grundzügen kennen – eine sehr gründliche Arbeit. Wie lange eine politische Institution – und das ist die römisch/katholische Kirche – wie jede Kirche übrigens auch – überleben kann, das sollte uns zu denken geben. Einen Unterschied würde ich allerdings machen – ich würde unterscheiden zwischen einer Kirche und der Religion im allgemeinen, aus meiner Sicht sind das 2 getrennte Dinge – die Kirchen sind allerdings so geschickt, dass sie es geschafft haben, dass normalerweise der Begriff Kirche und Religion als ein und das selbe betrachtet werden – und das sehe ich nicht so.

 Als Religion (von lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“

dieser Definition kann ich eher beipflichten – und dass das grundsätzlich erst einmal nichts mit den bekannten Kirchen und Glaubensgemeinschaften zu tun hat – das dürfte offensichtlich sein.

Nachdem die Berichterstattung in den deutschen Medien, zu überraschenden Protesten aus Kreisen der Bevölkerung führten – insbesondere zum Thema Russland, wird ein interessanter Beschwichtigungsversuch gestartet.

Garbriele Krone-Schmalz spricht offen – aber ohne wirklich Klartext zu produzieren. Den Klartext finden wir hier Es klebt Blut an Euren Händen 
Das Buch von Engdahl ist eigentlich der Geschichtsunterricht der in keiner Hochschule oder Schule gelehrt wurde – von der Chronologie her füllt er den Zeitrahmen der letzten 50 Jahre – schliesst im Prinzip direkt die Lücke nach Douglas Reed. Beide Autoren bemühten sich aufgrund von Fakten die Geschichte zu rekonstruieren – das dürfte auch der Grund sein, warum es überhaupt nicht in Übereinstimmung ist mit dem was offizell so den jungen Generationen erklärt wird. Engdahl nimmt so gut wie nie Bezug auf Israel – aber die handelnden Personen im Hintergrund wechseln nur durch den natürlichen Verschleiss und werden von entsprechenden Nachfolgern ersetzt. So sehe ich es bis jetzt, aber es ist ja alles im Fluss — schauen wir aber jetzt noch etwas in die jüngere Geschichte zurück – dann verstehen wir schnell was da heute in z.B der Ukraine oder Thailand gespielt wird.
Also weiter mit Engdahl ……

 Die neuen Energiekriege Die Kriege in Afghanistan von 2001 bis 2002 und im Irak ab 2003, welche die amerikanischen Steuerzahler bis 2010 insgesamt über eine Billion Dollar gekostet haben,329 waren nur die erste Salve einer ganzen Reihe geopolitisch motivierter Kriege um Öl und Pipelines. Unerklärte Kriege zwar, aber Kriege im wahrsten Sinne des Wortes, die sich verdeckt und offen vom Kaspischen Meer in Zentralasien bis zum Südchinesischen Meer, vom Indischen Ozean bis hinüber zum Persischen Golf und weit nach Afrika hinein erstreckten. Die Energiekriege wurden mit Bomben, Terror und neuen ferngesteuerten unbemannten Drohnen geführt. Und oft genug auch mit neu entwickelten ausgeklügelten Methoden der politischen Destabilisierung unkooperativer Regimes durch sogenannte Farben-Revolutionen. Das Ziel, das mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgt wurde, war simpel: die Kontrolle des Pentagons über sämtliche bedeutenden Öllagerstätten, damit man den eurasischen Wirtschaftskoloss, der sich vor allem um China und Russland zu bilden begann, in Zukunft im Zaum halten könnte. Sobald der Irak 2003 von den Truppen der Koalition der Willigen – US- und hauptsächlich britische Truppen – besetzt worden war, rückte die Kontrolle über das russische Öl und Gas und die russischen Pipelines auf Washingtons strategischer Prioritätenliste an die erste Stelle. Washington wünschte sich vor allem eine neue Pipeline, über die das Öl aus den großen Reserven im Gebiet um Baku in Aserbaidschan unabhängig vom Zugriff Russlands auf die westlichen Märkte transportiert werden konnte. Dafür hielt man einen Putsch in der winzigen Republik Georgien und in der Ukraine für unumgänglich. Wenn es gelänge, in beiden Ländern proamerikanische Regierungen ins Amt zu bringen, dann wäre nicht nur Russlands militärische Sicherheit direkt bedroht, sondern es würde Russland auch erschwert, die Kontrolle über den Export von Erdgas und Erdöl nach Westeuropa zu behalten.
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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Im November 2003 kam Brzezinskis geopolitische Agenda einen großen Schritt voran, als das State Department gemeinsam mit vom State Department beeinflussten Nicht-Regierungsorganisationen, darunter die National Endowment for Democracy, Freedom House und andere, einen unblutigen Putsch in Georgien inszenierte. Diese sogenannte Rosenrevolution brachte Washingtons Kandidaten Micheil Saakaschwili im Januar 2004 ins Präsidentenamt. Er war offensichtlich bereits in seiner Zeit als Jurastudent an der New Yorker Eliteuniversität Columbia University ausgewählt worden. Kaum im Präsidentenamt, forderte Saakaschwilis den Beitritt Georgiens zur NATO – eine Forderung, die in Moskau nicht gut ankam.333 Sobald sich NATO-Freund Micheil Saakaschwili – ein berüchtigter Gangster und Diktator, aber eben Washingtons Gangster und Diktator – als ihr Mann in Tiflis fest etabliert hatte, beeilten sich BP und das anglo-amerikanische Ölkonsortium, die 1.800 Kilometer lange Pipeline von Baku über Tiflis nach Ceyhan an der türkischen Mittelmeerküste fertigzustellen. Mit rund 3,6 Milliarden Dollar war sie eines der teuersten Ölprojekte in der Geschichte. Der umstrittene BP-Chef Lord Browne war ein enger Berater des damaligen britischen Premierministers Tony Blair, der maßgeblich daran beteiligt war, Aserbaidschan für die Pläne der britischen Ölgesellschaft zu gewinnen.334 Mit dem Bau der Pipeline Baku-Tiflis-Ceyhan für das Baku-Öl von BP glaubte man die russische Öl- und Energieunabhängigkeit bereits erheblich geschwächt zu haben.
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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Von Tiflis nach Kiew – die »Orange Revolution« in der Ukraine Schon wenige Wochen später rückte Washington weiter in Richtung Moskau vor und zwar durch die finanzielle Unterstützung für einen Umsturz in der Ukraine, dem CNN und andere westlichen Medien den Namen »Orange Revolution« gaben. Im November 2004, gut acht Monate nach dem Putsch in Georgien, der scheinheilig als demokratische Revolution bezeichnet wurde, wurde Viktor Juschtschenko – dessen Frau für die Reagan-Regierung gearbeitet hatte und damals noch amerikanische Staatsbürgerin war – Präsident der Ukraine. Angeblich hatte es sich das US State Department über 20 Millionen Dollar kosten lassen, den eigenen Mann zum Präsidenten zu machen.335 Weit mehr noch als Georgien war die Ukraine von höchster strategischer Bedeutung für die nationale Sicherheit Russlands. Denn beide Länder verband eine jahrhundertelange, eng verwobene gemeinsame Geschichte, Kultur und Sprache – die Kiewer Rus gilt als die Geburtsstätte des modernen Russland. Mit der politischen Kontrolle über die Ukraine erhielte Washington potenziell auch die Kontrolle über die großen Erdgas-Pipelines aus der Sowjet-Ära, über die russisches Erdgas aus Sibirien nach Deutschland und in andere westeuropäische Länder transportiert wurde, was der russischen Regierung von Wladimir Putin dringend benötigte Dollars oder Euros einbrachte.
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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

2004 bestand die Gefahr, dass das eigentliche Herzland Eurasiens der NATO einverleibt würde, und zwar in einem neuen, nicht erklärten Kalten Krieg, der dieses Mal nicht über die Frage von Interkontinentalraketen, sondern von Energie-Pipelines geführt wurde. Bushs und Cheneys strategisches Ziel, »alles Öl, überall« zu kontrollieren, schien in greifbare Nähe zu rücken, da Russland, der zweitgrößte Erdölproduzent und mit weitem Abstand größte Produzent und Exporteur von Erdgas der Welt, nach Lage der Dinge von einem Netz feindseliger Regimes eingekreist wurde.
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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden Russland und China zu den stärksten zukünftigen geopolitischen Rivalen für die amerikanische Hegemonie – vorausgesetzt, es käme zu einer Allianz der beiden großen eurasischen Mächte gegen die weltweite Dominanz Amerikas. Nach dem Ende der Sowjetunion war Washington 1991 vorrangig darauf bedacht, Russland, den einzigen ernst zu nehmenden Gegner, der über Atomwaffen verfügte, einzukreisen, zu zerschlagen oder auf andere Weise dauerhaft zu schwächen. China hatte gerade erst damit begonnen, die eigene Wirtschaft schrittweise nach westlichem Vorbild zu modernisieren. Deng Xiaoping, der Generalsekretär der Kommunistischen Partei und Vater der »sozialistischen Marktwirtschaft«, hatte grünes Licht dafür gegeben. China stellte damals für die haushoch überlegenen See- und Luftstreitkräfte der USA nicht die geringste strategische Bedrohung dar. Und solange die chinesische Führung sich davon überzeugen ließ, wirtschaftlich nach amerikanischen Sternen zu greifen, könnten sie, so rechneten sich die Strategen in Washington offensichtlich aus, eine engere Annäherung zwischen China und Russland verhindern. Die alte Devise des Römischen Weltreichs vom »Teile und herrsche« bestimmte auch Washingtons Strategie gegenüber Russland und China.
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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

 

Dick Cheney hatte das auch ganz offen gesagt, und zwar in einem wenig beachteten Abschnitt des Berichts der Energy Task Force vom Juni 2001 – drei Monate vor dem 11. September und fast zwei Jahre vor der US-Invasion in den Irak: In Asien lagern weniger als fünf Prozent der nachgewiesenen Erdölreserven der Welt, aber Asien produziert mehr als zehn Prozent und konsumiert rund 30 Prozent des weltweit verbrauchten Öls. Die Entwicklungsländer im pazifischen Raum werden voraussichtlich von 1997 bis 2020 den Erdölimport um fast 43 Prozent steigern. Es ist zu erwarten, dass die Entwicklungsländer in Asien auch weiterhin in hohem Grade von Importen aus dem Nahen Osten abhängig sein werden.336 China spielt hinsichtlich der globalen Energiesicherheit eine Schlüsselrolle, denn die Netto-Importe werden voraussichtlich von gegenwärtig einer Million Barrel Öl pro Tag bis 2020 auf möglicherweise fünf bis acht Millionen Barrel täglich steigen; überwiegend (zu über 70 Prozent) wird man dabei von Importen aus dem Nahen Osten abhängig sein. China hat sich seit Mitte der 1990er-Jahre vom Netto-Öl-Exporteur zum Netto-Öl-Importeur gewandelt«.337 Dass die USA in der Lage waren, ihre militärische Macht zur Kontrolle über die weltweiten Erdölressourcen einzusetzen, bildete seit Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 eine der wichtigsten Säulen ihrer globalen Vorherrschaft. Chinas zukünftige wirtschaftliche Rolle dadurch zu untergraben, dass man die Herrschaft über die wichtigsten Energiequellen für das Land übernahm, war für die Rockefellers und ihre Verbündeten, darunter auch die Familie Bush, militärisch und geopolitisch von vorrangiger Bedeutung. Dasselbe galt für die Fraktion im Macht-Establishment der USA mit Verbindungen zur Ölindustrie und dem militärisch-industriellen Komplex, wie beispielsweise Dick Cheneys Firma Halliburton, dem größten Öl-Dienstleister der Welt und größtes Bauunternehmen für US-Militäreinrichtungen.
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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Khalilzad, der Leiter der Arbeitsgruppe bei der RAND Corporation, die den Bericht erstellte, war mit amerikanischen Ölkriegen bestens vertraut. Denn er gehörte zu den wichtigsten strategischen Planern solcher Kriege, sowohl im Irak als auch in Afghanistan. In Afghanistan geboren, hatte er die amerikanische Staatsangehörigkeit angenommen und unterhielt nun enge Verbindungen zu den Kreisen der neokonservativen Kriegsfalken. Gemeinsam mit Zbigniew Brzezinski hatte er an der Columbia University gelehrt. In der Regierungszeit der Präsidenten Carter und Reagan Anfang der 1980er-Jahre war er dann der Architekt des von der CIA unterstützten Guerillakriegs der Mujaheddin gegen die sowjetische Regierung in Afghanistan. Das war auch die Zeit, in der in Afghanistan ein radikalisierter junger Saudi namens Osama bin Laden von der CIA in Methoden unkonventioneller Kriegsführung ausgebildet wurde. Später gehörte Zalmay Khalilzad neben Dick Cheney, Paul Wolfowitz und anderen zu den Gründern des Project for the New American Century. Vor seiner Zeit in der Bush-Regierung hatte er in Afghanistan im Auftrag der US-Ölgesellschaft Unocal mit einem Mann namens Karzai, der ebenfalls in Diensten der CIA stand, zusammengearbeitet, um mit der Taliban-Regierung über den Bau einer großen Öl- und Gas-Pipeline zu verhandeln, die durch Afghanistan führen sollte. Khalilzad war der wichtigste Berater der Bush-Cheney-Regierung für den Krieg in Afghanistan, der zum Sturz der Taliban führte. Bush ernannte ihn zum Botschafter, zunächst in Afghanistan und später im Irak.339 Wie Khalilzad und das Pentagon schon im Jahr 2000 wussten, würde China gezwungen sein, verstärkt nach ausländischen Quellen für die Ölversorgung zu suchen, denn die inländische Förderung konnte den Bedarf der rapide wachsenden modernisierten Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Landes der Welt auch nicht annähernd decken. Im Pentagon war man auf diese Herausforderung vorbereitet.

Wie die Regierungen nach den Farbenrevolutionen in den nun demokratisch befreiten Ländern übernommen werden ist gut an diesem Beispiel zu sehen Zalmay Khalilzad es sind Personen, die in ihr Geburtsland zurückkehren, nachdem sie in den USA oder UK eine Eliteausbildung bekommen haben und dann als Gegenleistung ihre Länder den USA/UK öffnen zum Ausplündern.

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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

Schon bald beschlossen Bush-Regierung und Pentagon, sich ernsthafter mit der zunehmenden wirtschaftlichen Präsenz Chinas in Afrika zu beschäftigen. Wenige Wochen nach dem großartigen Empfang für über 40 afrikanische Staatschefs in Peking unterzeichnete George W. Bush eine Presidential Order zur Bildung von AFRICOM, des United States Africa Command, eines neuen Regionalkommandos der US-Streitkräfte für Afrika. Offiziell bestand der Auftrag von AFRICOM in »militärischen Aktionen zum Zweck der Förderung eines stabilen und sicheren Umfelds in Afrika zur Unterstützung der US-Außenpolitik«.354 Zum ersten Mal in der Geschichte hatte die Regierung der Vereinigten Staaten de facto die Monroe-Doktrin und die Carter-Doktrin um eine neue Afrika-Doktrin ergänzt, durch die das Öl aus Afrika für die US-Regierung zur vorrangigen Frage der »nationalen Sicherheit« erklärt wurde. Der Grund war China.
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Es klebt Blut an Euren Haenden (William Engdahl)

J. Peter Pham, Berater des Verteidigungs- und Außenministeriums in Washington, erklärte ganz offen, das Ziel von AFRICOM sei, … den Zugang zu Kohlenwasserstoffen und anderen Rohstoffen zu schützen, über die Afrika im Überfluss verfügt … dazu gehört auch, sich gegen die Verwundbarkeit dieser natürlichen Reichtümer abzusichern und zu gewährleisten, dass keine interessierte dritte Partei, wie beispielsweise China, Indien, Japan oder Russland, eine Vorzugsbehandlung oder gar ein Monopol erhält … Afrika … wird zunehmend zum Schauplatz eines strategischen Wettlaufs zwischen den Vereinigten Staaten und dem einzigen fast gleichwertigen Konkurrenten auf der Weltbühne, nämlich China …356 Am Ende der Amtszeit der Bush-Regierung sah sich Washington überall auf der Welt gezwungen, Gegenmaßnahmen gegen chinesische Initiativen zur Sicherung der Öl- und Gasversorgung zu ergreifen, von Myanmar, wo eine Rebellion buddhistischer Mönche angezettelt wurde, um Pläne für die Zusammenarbeit zwischen China und Myanmar beim Betrieb einer Pipeline und beim Bau eines Hafens zu durchkreuzen, bis in die chinesische Provinz Xinjiang, wo die National Endowment for Democracy bei der aktiven Unterstützung der Aufstände gegen dort lebende Han-Chinesen ertappt wurde. Durch Xinjiang verlaufen die wichtigsten Öl- und Gas-Pipelines von Kasachstan nach China. So bildete Washington eine gegen China gerichtete Militärallianz mit Indien. Und ein wesentlicher Beweggrund für die von Präsident Obama angeordnete Eskalation der militärischen Aktionen in Afghanistan und ab 2009 auch zunehmend in Pakistan war, Chinas Zugriff auf Rohstoffe in Eurasien, vor allem auf Öl und Gas, zu kontrollieren. Da sich Amerika ab 2007 wirtschaftlich und finanziell gesehen in der tiefsten Krise seit der Großen Depression befand, brauchten die politischen Kreise dringend eine neue Strategie, um den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg Chinas und anderer Volkswirtschaften wie Russland und Brasilien einzudämmen. Mit einem Strategiepapier des Pentagons, welches 2003 für das Office of Net Assessments geschrieben wurde, sollte eine neue Waffe zur Kontrolle des weltweit zunehmenden Energieverbrauchs in Stellung gebracht werden. Man gab ihr den Namen: »Global Warming« – gemeint war die angebliche Gefahr einer vom Menschen verursachten Erderwärmung durch CO2-Emissionen von fossilen Brennstoffen, vor allem von Erdöl und Kohle. Ein neuer globaler Propagandafeldzug wurde startklar gemacht, der das gescheiterte Argument vom Peak Oil noch übertrumpfen und die Welt unter Washingtons Kontrolle halten sollte.
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 Was jetzt schon klar wird – die richtige Konfrontation wird erst noch kommen und zwar dann, wenn China ins direkte Zielvisier gerät.

hugo • 14. Juli 2015


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