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Ein Leben ohne Transferzahlung

7 eine zufällige Entdeckung

Manchmal schwelge ich in Erinnerungen – das war auch die Ursache für folgende Entdeckung…. ich dachte an diverse Personen aus meiner aktiven Zeit im Sport – da viel mir ein Name einer Frau ein, die ich zum letzten Mal vor ca. 30 Jahren gesehen hatte. Ich glaube nicht, dass sie meinen Namen kennt, wenn sie mich sehen würde, vielleicht könnte sie sich erinnern, denn vor mehr als 30 Jahren sahen wir uns öfter auf Wochenendlehrgängen bei gemeinsamen Training ….

Während der gesamten Studienzeit bis 1987 war ich Mitglied der Karate-Nationalmannschaft. Auch damals war ich schon sehr von dem Gedanken fasziniert, Erleuchtung zu erlangen. Karate war mein erster Versuch und Sensei Hideo Ochi war mein Meister, den ich verehrte und den ich auch heute noch als großes Vorbild in seiner Disziplin und Zuwendung an seine Schüler in Erinnerung habe. Ich erwarb dabei die Fähigkeit mich intensiv zu konzentrieren und wohl auch ein gutes Stück Willenskraft.

Dieser Sensei Ochi war das verbindende Teil gewesen – in der Vergangenheit. Soviel zum Vorspann, jetzt zu der Frau um die es geht Birgit Schweiberer seit 1998 ordinierte Nonne der tibetisch buddhistischen Tradition. Da war ich erst einmal überrascht, denn ich hatte noch dunkel in Erinnerung, dass sie Medizin studierte. Hier ihr Lebenslauf der sehr interessant ist und ein kurzes Zitat daraus

Ein letztes Mal habe ich noch eine Urlaubsvertretung in der Anästhesie gemacht. Der vierundachtzigjährige Pfarrer, der damals operiert wurde, der letzte Patient, den ich hatte, wollte sich mit mir über mein Leben unterhalten. Ich sagte ihm, dass ich ehrlich gesagt, aus der Kirche austreten und Buddhismus studieren und unterrichten wollte. Da sagte er zu mir: „Da haben Sie recht! Der Buddhismus hat der Welt viel zu geben. Studieren Sie ihn und unterrichten Sie ihn und jetzt gebe ich Ihnen meinen Segen!“. Da habe ich also zum ersten Mal im Leben vor einem katholischen Pfarrer gekniet und von diesem wunderbaren Menschen den Segen erhalten, Buddhismus zu studieren.

So klar waren die Hinweise in meinem Lebenslauf nicht, wenn ich an entscheidenden Wegkreuzungen stand, dass sie die richtig Abzweigung genommen hat, überrascht mich allerdings weniger, denn so wie sie ihr Karate gelebt hatte, war das zu erwarten gewesen.

Heute, viele Weggabelungen weiter lebe ich in Thailand und vieles drängt mich zum Buddhismus, der beim ersten Thailandbesuch überhaupt niemals zur Debatte stand.  Wohin mich es zieht, ist die buddhistische Waldtradition, in der Bücherliste gibt es dazu mehr. Ob ich den letzten Schritt noch schaffe, d.h. das normale Leben einzutauschen, gegen eine bescheidene Unterkunft im Wald weiss ich noch nicht, falls nicht – vielleicht dann doch erst im nächsten Leben, aber ganz gebe ich mich noch nicht geschlagen … ich arbeite daran, allerdings sind die Ablenkungen noch sehr stark.

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass diese Entdeckung einen positiven Effekt hat …. vielleicht schreib ich auch mal eine Mail, aber ich bin noch unentschlossen. Schaumer mal ….

 

hugo • 23. Juli 2015


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