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Ein Leben ohne Transferzahlung

23 Ein Monat im Merkel Kinderparadies

Version: 1.04 Hier geht es zu den Fussnoten 1)Fussnoten im Überblick – so kann man sich zuerst die Basics zum Beitrag anschauen

Es ist jetzt mehr als 2 Monate her seit meinem letzten Beitrag. Der Grund warum es so lange gedauert hat, war ein fast einmonatiger Aufenthalt in Deutschland. Ich versuche jetzt einmal meine Eindrücke hier nieder zu schreiben.

2 Gründe gab es, die mich nach Deutschland führten. Es wurde Zeit mein letztes Restvermögen zu liquidieren und es fand das 40 jährige Jubiläum in dem Verein statt, wo ich meine Grundlagen für mein späteres Leben erlernt hatte.

Ich war noch Miteigentümer eines 2 Familienwohnhauses auf dem der Niesbrauch der Eltern eingetragen war.  Meine Mutter verstarb als letztes Elternteil im November vergangenen Jahres. Unter dem Gesichtspunkt, was sich gerade abspielt in meinem Geburtsland, war es an der Zeit schnellstmöglichst den letzten Vermögenswert zu liquidieren. Damit es im Familienbesitz verbleiben kann, habe ich meinen Anteil weit unter Preis verkauft. Ich hatte lange mit mir gerungen, denn es ist ja nicht so, dass ich den höheren Erlös keiner sinnvollen Verwendung zuführen hätte können. Ich habe eine extra Portion Sicherheit verschenkt und die Zukunft wird zeigen ob das die richtige Entscheidung war.

Mein Hauptmotiv war das Wissen darüber, dass die Erbauer des Hauses mein Grossvater und meine Grossmutter immer von dem Gedanken getragen waren, es – den Kindern – der nächsten Generation zu hinterlassen. Das Haus wurde im Jahre 1927 gebaut, der Grossvater hatte in Frankreich im 1. Weltkrieg gekämpft und war schwer krank zurückgekommen. Die Grossmutter war Jahrgang 1899 und der Grossvater 2 oder 3 Jahre älter. Kennengelernt hatte ich ihn nie, denn er ist Anfang der 30er Jahre verstorben (Kriegsfolgen).  Die Grossmutter selbst kannte ich, sie war 1972 mit 73 Jahren verstorben. Ich hatte als Kind erzählt bekommen, dass es sehr schwer war, das Haus über die Weltwirtschaftskrise 1929 und den 2. Weltkrieg zu erhalten. Später  wurde es mehrfach umgebaut und saniert, das letzte Mal kurz vor der Jahrtausendwende. Meine Mutter hatte Zeit ihres Lebens gearbeitet um das alles zu finanzieren, mein Vater war seit er Mitte 30 war, Frührentner und erst mit den Rentenerhöhungen in der Willy Brandt Ära der SPD konnte er einen nennenswerten Beitrag für das Familieneinkommen beisteuern, aber die Hauptlast trug immer meine Mutter.

Mein Beitrag war jetzt der, dass ich weit unter Preis den Hausanteil an meinen Schwager verkauft habe. Meine Schwester und er haben einen Sohn, der lebt zwar derzeit in Berlin, aber es wird dort noch einiges passieren was das Leben an diesem Ort möglicherweise nicht mehr sehr attraktiv erscheinen lässt.

Ausser Rentenansprüchen in Deutschland und der Schweiz, habe ich jetzt keinerlei Vermögenswerte mehr dort auch keine Bankkonten. Eine Rückkehr unter normalen Umständen ist ausgeschlossen, es gibt dort keinerlei Perspektiven mehr für mich. Genau das war der Plan – nach 25 Jahren Vorbereitung ist diese Projekt jetzt endgültig abgeschlossen.

Erstes Fazit: Unser Familienname ist aus meiner Geburtsstadt verschwunden (es existiert nur noch eine sehr alte weite Verwandte, die ich aber nicht kenne). Meine Schwester hat den Familiename ihres Mannes. In Thailand existiert jetzt ein neuer Familienname, die ausländischen Wurzeln sind an der Schreibweise klar erkennbar, aber das ist kein Problem. Damit ist der 1. Punkt meines Besuches im – Merkel Kinderland – abgehandelt.

Das Kinderland alla Merkel & Co,

auch bekannt unter dem Namen BRD oder Deutschland.  Warum Kinderland? Es ist die perfekte Welt, für alles gibt es Vorschriften, Verordnungen und Gesetze.  Wer lesen und schreiben kann, für den bleiben keine Fragen mehr offen – alle Antworten sind schon gegeben. Wie man dort nachlesen kann, leben die Bundesbürger in einer Demokratie, in der sie alle 4 Jahre ihre Stimme abgeben dürfen, genau so wie man seinen Mantel an die Gardarobe hängt. Die Wirtschaftsform nennt sich dort -Freie Soziale Marktwirtschaft- und man kann sie bedenkenlos unter dem Begriff Kapitalismus 2)das ist allerdings alles Orwellsches Neusprech – die Bedeutungen wurden ausgetauscht. Kapitalismus meint jetzt Sozialismus in Reinkultur, nur ohne Kultur statt dessen die nötige Portion Faschismus mit der grünen ökologischen Note einordnen. Die Vokabel -Frei, frei- taucht übrigens sehr oft auf, wie man das eben in einem freien Land auch erwarten kann.

In meiner Geburtsstadt sind die Strassen und insbesondere die Fahrradwege in einem erstklassigen Zustand. Die noch gar nicht alten Strassenlaternen in der Innenstadt wurden durch neue Leuchten auf LED Basis ersetzt an jedem Zebrastreifen halten die Autofahrer an – freiwillig. So könnte ich jetzt noch eine Weile weitermachen mit den Ausführungen, aber ich glaube es ist klar was ich sagen will. Während meines Aufenthaltes in D war mein Basisfortbewegungsmittel ein über 10 Jahre altes Mountainbike mit einem Anhänger oder der öffentliche Nahverkehr.

Unterwegs bin ich dann das ein oder andere Mal ins Grübeln gekommen, warum ich vor rund 25 Jahren den Plan gefasst hatte Deutschland zu verlassen – dieses perfekte Kinderland BRD – ja warum eigentlich?

Die etwas älteren Jahrgänge, kennen sicher alle noch die alten Westernfilme z.B. den Klassiker – Spiel mir das Lied vom Tod – 3)Spiel mir das Lied vom Tod Diese Filme wurden damals in sogenannten Filmkulissen produziert. Das bedeutete, dass so eine Westernstadt nur aus Häuserkulissen bestand – hinter der Kulisse war die Wüste. Im Film selbst entstand aber der Eindruck einer ordentlichen Stadt mit all ihren Errungenschaften.

Das ist für mich die passende Metapher für den aktuellen Zustand in dem sich Deutschland befindet. Für einen Besucher ohne Ortskenntisse oder den oberflächlichen Betrachter befindet sich DSchland wie es neudeutsch heisst, in bestem Zustand. Es reicht aber ein kurzer Blick hinter die Kulissen um zu begreifen, wo man sich tatsächlich befindet.

Die Mehrheit der Bevölkerung im – Kinderland alla Merkel – verzichtet aber ganz bewusst und freiwillig darauf, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Es ist meine Generation die heute in der Verantwortung steht und so wie ich es sehe, hat sich eine ganze Generation verweigert erwachsen zu werden.

Meine Generation weigert sich die Realitäten zur Kenntnis zu nehmen. Die Mehrheit will immer noch mehr Staat – der Staat soll immer mehr Aufgaben übernehmen, obwohl klar ersichtlich ist, dass er nicht einmal die aktuell bestehenden Gesetze einhält, die er selbst aufgestellt hat. 4)Flüchtlingskrise

Angela Merkel hat das in Deutschland geltende Recht der „Dublin III“-Verordnung ignoriert. Sie hat damit auch möglich gemacht, dass zigtausend Flüchtlinge sich in Deutschland durch Verstoß gegen das AufenthG strafbar machen.

Solche Banalitäten interessieren den aufrechten Demokraten und Blockparteienwähler aber nicht, wie die Friedrich Ebert Stiftung übrigens ein Anhängsel der SPD in einer kürzlich päsentierten Studie ermittelt haben 5)Die Deutschen wollen mehr Sozialstaat. Wer ein bisschen in der Welt herumgekommen ist, ich meine jetzt nicht mit dem -All Inclusiv Reisebomber- sondern auch längere Zeit in anderen Ländern vor Ort war weiss genau, dass das Sozialstaatsmodel in keinem modernen und auf Zukunft ausgerichtetem Land ein ernsthaftes Thema ist. Im Gegenteil, nicht nur der Sozialstaat ist in solchen Ländern eine Lachnummer sondern die ganze -Westliche Wertegemeinschaft – mit ihrer Demokratie Simulation.

Demokratie, so wie wir das in der Schule und im Studium gelernt haben, hat noch in keinem Land der Welt funktioniert, nicht in der Vergangenheit und schon gar nicht in der Gegenwart. Die Keimzelle in einer Gesellschaft war und ist immer die Familie gewesen, ein Fakt der von den neu geschaffenen Genderwissenschaften ins Gegenteil umgedeutet wird. Dort wird die Keimzelle Familie als Hort der Unterdrückung instrumentalisiert. Tatsache ist, in einer Familienstruktur oder auf der nächst höheren Ebene, in einer Firma wäre die Demokratie der Anfang vom Ende und noch eine Ebene höher auf Staatsebene ist die Demokratie eine Simulation erzeugt für eine Kinderwelt. Wer noch ein wenig Resthirn bewahrt hat und damit selbständig denken kann, der wird sofort erkennen was ich damit meine – ich erkläre meine These jetzt nicht ausführlich, denn einen Genderwissenschaftler oder einen gelehrigen Bildungsbürger kann ich so oder so nicht überzeugen, der weiss ja nicht einmal welches Geschlecht er gerade im Augenblick bevorzugt. Die neuen Schwerpunkte im Unterrichtet an Gymnasien, die mit neusten wissenschaftlichen Erkenntissen hiesiger Forscher zu überzeugen wissen, geben klare Vorgaben – wie die Zukunft aussehen soll. 6)Alles für die sexuelle Vielfalt

Das ist die neue Toleranz, die eingefordert wird und zwar von allen Blockparteien die sich zur Wahl stellen. Auf der anderen Seite haben die selben Blockparteien in der sogenannten Flüchtlingskrise die Einreise von Millionen Facharbeitern ermöglicht, die in ihren Herkunftsländern Schwulen und Lesben öffentlich den Kopf abschneiden oder Ehebrecherinnen einfach so steinigen.  Frauen in unzüchtiger Bekleidung die ja förmlich damit zur Vergewaltigung auffordern ist dabei nur ein Schönheitsfehler, genauer gesagt dafür entschuldigt sich das Opfer öffentlich 7)Entschuldige bitte lieber Vergewaltiger  – das gehört in dortigen Ländern und jetzt auch in Schland zu einem staatstragenden Verhalten. Für hiesige Feministinnen heisst es jetzt – Toleranz zeigen und Toleranz leben. Sie haben es ja in unserer Kultur geschafft, den Mann als Macho und Beschützer der Familie zu entthronen, für sie dürfte es ein leichtes Spiel werden die neuen Zuwanderer von ihrem Konzept zu überzeugen. Am Ergebnis können wir dann alle erkennen, wieviel Wert der Feminismus für die Gesellschaft darstellt.  Jetzt liebe Feministen könnt ihr zeigen was in euch steckt.

Die gemeinsame Schnittmenge der neudeutschen Blockparteienkultur und der Kultur der Flüchtlinge dürfte wohl die Pädophilie sein, die mit Sicherheit in naher Zukunft als Basis im kulturellen Zusammenwachsen aus Toleranzgründen frei von einem Straftatbestand sein wird.

Das alles und noch viel mehr, wird von meiner Generation die aktuell in Deutschland lebt für gut befunden, denn Widerstand sehe ich nicht. Hin und wieder empört sich ein Ewiggestriger in sozialen Medien wie z.B Facebook und wird dann selbstverständlich sofort als – Rechter, Neonazi, oder Nazi – erkannt. Bedanken dafür dürfen wir uns bei allen aufrechten Bildungsbürgern, die alle 4 Jahre ihrer Pflicht nachkommen und ihre Stimme abgeben. So, langsam komme ich mit meiner Positivliste zu einem Ende.  Wo so viel Licht zu sehen ist, muss es auch Schatten geben – und von den Schatten die ich gesehen habe, damit geht es jetzt weiter.

So kommen wir zu den Schatten, es sind im wesentlichen meine persönlichen Schatten. Wenn sich andere mitbetroffen fühlen, dann deshalb, weil sie mich persönlich kennen und dadurch möglicherweise tangiert werden. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden, ich schreibe in aller erster Linie von meinen Schatten.

Kommen wir zum 2. Grund warum ich einen Besuch in D machte, das 40 jährige Vereinsjubiläum im Karate Verein. Mit 15 1/2 Jahren war ich diesem Verein beigetreten, der damals neu gegründet worden war. Meine letzten Aktivitäten endeten dort allerdings schon vor gut 25 Jahren und in der Zwischenzeit war ich nur bei weiteren 3 Trainingseinheiten aktiv, beim 30 jährigen Bestehen 1x und  beim Jetzigen 40 jährigen 2x. Mein Rückblick ist deshalb möglichweise lückenhaft und unvollständig.

Es war das Jahr 1976 im November als ich offizelles Vereinsmitglied wurde, im selben Jahr im Sommer war ich mit einem Schulfreund damals nach Berlin getrampt (also per Autostopp) wo meine Schwester lebte. Dort hatten wir die damals grösste Diskothek Europas zum Ziel den S.O.U.N.D  8)Sound Was für eine Zeit das war, wird sehr gut dargestellt in diesem Film Christiane F – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo er spielt im Umfeld des Sound in Berlin. Drogenkonsum und Hippykultur waren zu dieser Zeit weit verbreitet und ich bewegte mich ebenfalls in dieser Szene. Einer der Hauptgründe, warum ich nicht in dieser Szene untergegangen war, war der, dass ich mit dem Karate begonnen hatte. Dort kam ich in eine ganz neue Welt. Es wurde eine für mich damals ganz neue Disziplin eingefordert und das Wichtigste dabei war, es wurde vorgelebt von den damaligen Trainern d.h. das was man sagte wurde auch tatsächlich gemacht – zumindest was das Karate betraf. Schon in meinem ersten Trainingsjahr kam ich mit dem japanischen Trainer Hideo Ochi in Kontakt und zwar in der Form, dass ich ihn live erlebte und sah zu welchen Leistungen man fähig sein kann, wenn man sich ernsthaft bemühte. In den dann  kommenden 10 Jahren meines Lebens wurde das Karate mein wichtigster Lebensinhalt und in der Zeit hatte ich die wichtigsten Lektionen gelernt, die ich für mein weiteres Leben brauchte, das kann ich im Rückblick klar erkennen. Mit 24 Jahren unmittelbar nach meiner 2. DAN Prüfung, damals Mitglied in der Juniorennationalmanschaft und gedienter Sportsoldat wurde ich krank. Ohne darauf jetzt näher einzugehen, laut den Aussagen der Ärzte  war es lebensbedrohend. Mein Konzept mit Karate meinen Lebensunterhalt zu verdienen wurde über den Haufen geschmissen.

Während den 10 Jahren meiner aktiven Zeit im Karate hatte mich auch die Philosophie der japanischen Kampfkunst interessiert, besonders das Leben der Samurai und Zen. Von dem Trainer H. Ochi wurde mir damals folgendes Buch empfohlen  Musashi 9)man findet Musashi auch auf meiner Bücherliste   Die Philosophie in diesem Buch hat mich mein ganzes Leben lang begleitet, auch nach meiner aktiven Karatezeit, danach eigentlich noch viel intensiver, weil jetzt musste ich meinen eigenen Weg finden, es gab keine direkten Vorbilder mehr, denen man einfach nacheifern konnte.

Früher während meiner aktiven Zeit, dachte ich immer, alle Karatekas würden ähnlich denken wie ich, heute weiss ich, dass diese Annahme völlig falsch und aus der Luft gegriffen war. Ich war damals schon ein Einzelgänger und bin es heute immer noch, es hat eine Weile gedauert das zu erkennen. Das alles war jetzt so eine Art Einleitung zu dem, was jetzt folgt.

Von der Vergangenheit in die Gegenwart. Schon damals in meiner aktiven Zeit, gab viele Kräfte in der Karateszene die bestrebt waren, es als olympische Sportart zu etablieren – die Sportpolitik und das Funktionärswesen bekamen einen immer grösseren Raum, logischerweise ging das immer auf Kosten der Aktiven 10)zu meiner Zeit war es für einen Sportfunktionär zwingend erforderlich, dass er regelmässig während der Trainingseinheiten, die der damalige Bundestrainer Ochi abhielt (auf entsprechenden bundesweiten Lehrgängen) aktiv anwesend war (er musste also im Karategi auf der Matte stehen). Jeder aktive Sportler ab einer gewissen Stufe hatte so die Möglichkeit, gegebenfalls seinen Missmut über sportpolitische Massnahmen auf der Kampffläche direkt zu besprechen :mrgreen: . Wie in der richtigen Politik heute, ist das inzwischen ein Unding – der Funktionär ist bei solchen Veranstaltungen nicht mehr zu finden . Vom Prinzip her lief das gleiche Spiel dann Jahre später auch in der normalen Politik, heute können wir das Ergebnis als EU bewundern. Einfacher formuliert, was im Sport (Karate) abläuft/ablief ist ein Spiegelbild der Gesellschaft.

Was sehe ich heute als Ergebnis: Die absolute Topklasse (die Lehrer von der Instruktorklasse zu der z.B H. Ochi gehörte) und deren nachfolgende Trainer (in der Mehrzahl waren das Japaner, aber auch Südafrikaner z.B Stan Smith gehören dazu) sind verstorben oder stehen kurz davor. Die nachfolgenden Schülergenerationen haben die Qualität ihrer Lehrer nicht mehr erreicht, mit jeder weiteren Nachfolgegeneration fand eine Verwässerung des ursprünglichen Karate statt. Die Philosophie ist im heutigen Karate nicht mehr zu finden – in dem modernen Sportkarate ist es so gar verpönt. Die qualitativ guten Schüler von heute, haben teilweise eigene und neue Verbände gegründet. Für die heutigen erfolgreichen Trainer ist das Karate ihre Einkommensquelle – sie leben davon. Entsprechend ist das geschäftliche Know How im Vordergrund, der Kunde ist König.

Ob das jetzt gut oder schlecht ist, liegt immer im Auge des Betrachters. Es ist auf jeden Fall ein Spiegelbild gesellschaftlicher Veränderungen. 11)dazu passt das Buch von Oskar Spengler – Der Untergang des Abendlandes sehr gut. Dort werden die grossen Zyklen erkennbar, die in einem normalen Menschenleben nicht offensichtlich sichtbar sind, auch in meiner Bücherliste zu finden. Was aber jedem klar sein sollte ist folgendes: Wenn alles dem Geschäft untergeordnet wird, wird man automatisch in ganz bestimmten Strukturen eingebunden,  dem kann sich niemand entziehen. Die Gewinnmaximierung ist heute die Basis der Erfolgreichen im Karate (Sportkarate). Es gibt auch noch Träumer die von den alten Zeiten reden, die sind aber nicht mehr in der Lage das in ihr Umfeld zu transportieren. Das System Ochi (JKA) ist ein sterbendes System, sobald die letzten alten Repäsentanten verstorben sind, wird sich alles in Luft auflösen, bis auf kleine und kleinste Splittergruppen.

Noch ein kurzer Rückblick auf den philosophischen Aspekt, der schon nicht mehr zu erkennen ist. Auf die modernen also heutigen Zeiten übertragen, ist die Grundaussage in folgendem Zitat zu finden:

Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave.Friedrich Nietzsche

Das obige Zitat sollte man sich einmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, gerade in den freien Gesellschafen, die ja ausnahmslos Demokratien sind (dabei ist der materielle Stand – also wieviel Geld so ein Sklave verdient, kein Kriterium). Besonders Menschen, die als Lehrer tätig sind, sei es auch nur Sportlehrer auf die kommt eine besondere Verantwortung zu. Sie beschränkt sich nicht darauf, die körperlichen Schäden die heute schon junge Menschen als Handycap mitbringen zu lindern oder ihnen eine spassige Zeit zu bereiten. Ich bin vom Gegenteil überzeugt. Ein Lehrer muss sein Schüler fordern, in aller erster Linie ist er für – geistig/mentale Schulung – verantwortlich12)früher war das unter dem Begriff -Härte- bekannt, das Gegenteil davon ist das Weichei und der Frauenversteher. Als Leistungsnachweis gilt dann die sportliche Leistung, die ein Schüler abrufen kann. Das muss selbstverständlich immer für jeden Schüler einzeln festgelegt werden, zumindest am Anfang, bis sich eine Gruppe bildet, in der sich das automatisch dynamisch fortentwickelt. 13)diese Verweichlichung und Leistungsverweigerungen findet man nicht nur im Sport, sie ist inzwischen im Bildungssystem zum Standard geworden. Insbesondere im Gymnasium treibt die Gleichmacherei offenbar ihre Blüten, wie man vom Eingangsstatment von Prof. Johannes Huber bei einer Podiumsdiskussion der Uni Erlangen-Nürnberg erfahren kann. An einer Elitenförderung in D ist offenbar niemand mehr interessiert. Alles läuft darauf hinaus, das Facharbeiterniveau der Neubürger als Messlatte festzulegen. Schaut euch den Beitrag an und zieht selbst eure Schlüsse.

An alle die mich kennen: wenn die früher 1x  jährlichen stattgefundenen Hohentwielläufe (selbstverständlich barfuss) wieder Tradition werden, werde ich ganz bestimmt bei meinem nächsten Besuch den Termin so legen, dass ich mitlaufen kann. Egal in welchem Alter ich bin und in welchem physischen Zustand, ich werde mich auf den Weg machen.

Zweites und letztes Fazit: Die Zeit der Gurus ist vorbei. Macht euch alleine auf den Weg …. am Besten auf den Richtigen. Wenn ihr nicht selbst eure Zukunft gestaltet, dann machen das andere für euch.

 

 

 

 

Fussnoten   [ + ]

1. Fussnoten im Überblick
2. das ist allerdings alles Orwellsches Neusprech – die Bedeutungen wurden ausgetauscht. Kapitalismus meint jetzt Sozialismus in Reinkultur, nur ohne Kultur statt dessen die nötige Portion Faschismus mit der grünen ökologischen Note
3. Spiel mir das Lied vom Tod
4. Flüchtlingskrise
5. Die Deutschen wollen mehr Sozialstaat
6. Alles für die sexuelle Vielfalt
7. Entschuldige bitte lieber Vergewaltiger
8. Sound
9. man findet Musashi auch auf meiner Bücherliste
10. zu meiner Zeit war es für einen Sportfunktionär zwingend erforderlich, dass er regelmässig während der Trainingseinheiten, die der damalige Bundestrainer Ochi abhielt (auf entsprechenden bundesweiten Lehrgängen) aktiv anwesend war (er musste also im Karategi auf der Matte stehen). Jeder aktive Sportler ab einer gewissen Stufe hatte so die Möglichkeit, gegebenfalls seinen Missmut über sportpolitische Massnahmen auf der Kampffläche direkt zu besprechen :mrgreen: . Wie in der richtigen Politik heute, ist das inzwischen ein Unding – der Funktionär ist bei solchen Veranstaltungen nicht mehr zu finden
11. dazu passt das Buch von Oskar Spengler – Der Untergang des Abendlandes sehr gut. Dort werden die grossen Zyklen erkennbar, die in einem normalen Menschenleben nicht offensichtlich sichtbar sind, auch in meiner Bücherliste zu finden
12. früher war das unter dem Begriff -Härte- bekannt, das Gegenteil davon ist das Weichei und der Frauenversteher
13. diese Verweichlichung und Leistungsverweigerungen findet man nicht nur im Sport, sie ist inzwischen im Bildungssystem zum Standard geworden. Insbesondere im Gymnasium treibt die Gleichmacherei offenbar ihre Blüten, wie man vom Eingangsstatment von Prof. Johannes Huber bei einer Podiumsdiskussion der Uni Erlangen-Nürnberg erfahren kann. An einer Elitenförderung in D ist offenbar niemand mehr interessiert. Alles läuft darauf hinaus, das Facharbeiterniveau der Neubürger als Messlatte festzulegen. Schaut euch den Beitrag an und zieht selbst eure Schlüsse.

hugo • 5. Juli 2016


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