LandOhneSocken

Ein Leben ohne Transferzahlung

Philzer – Beitrag

Version: 1.00 Hier geht es zu den Fussnoten 1)Fussnoten im Überblick – so kann man sich zuerst die Basics zum Beitrag anschauen  Hier ist ein Beitrag, den bei Compact-online gelesen habe. Es ist eine Orginal Kopie – der Autor ist Philzer – wie immer setzte ich das stillschweigende Einverständnis des Autors voraus es geht mir darum, dass es nicht verloren geht  😎

 

Kommentar – Kapitalismus und die Demokratie

Philzer am 19. Januar 2016 14:23

„Sorry, aber ich bin wahrscheinlich Dumm, denn ich frage mich; warum bezahlt ein Staat für völlig Fremde Menschen, die sich zu großer Anzahl gar nicht integrieren lassen wollen, so viel Geld? Was macht das für Sinn?“ Jürgen hat es doch oben schon gut rübergebracht? Du musst dialektisch denken. Das heisst den Versuch wagen alles in einem größeren Zusammenhang (größtmöglich – nach Wissensgrenze) zu betrachten. Sowohl räumlich als auch zeitlich. Die meisten Menschen scheuen diesen Aufwand, sie ‚gieren‘ sich einfach durch den Tag wie durchs ganze Leben.
Und dies wiederum wissen die Herrscher und richten so ihre Rhetorik und Politik aus. (eine Tatsache die im orthodoxen Marxismus durch fehlende Biologie/Psychologie nicht beachtet wurde, Lenin allerdings erkannte dies schon in groben Zügen – heute kann man es wissenschaftlich beschreiben – ich nenne es 3D-Behaviour )

Man muss verstehen was Demokratie ist, und zwar ihre ökonomische Entstehung und somit zugleich Existenz-Bedingungen:
Kurzform: Zusammenprall (bspw.Globalisierung) verschieden weit entwickelter Kulturstufen -> die weiter entwickelte Kultur zwingt die zurückgebliebene in ihren ökonomischen Reproduktionsprozess und bildet sie als ihren Elendspool in demselben aus. Daraus resultieren mindestens zweierlei temporäre Vorteile:

1.) die fortgeschrittene Kultur genießt einen extremen Surplusprofit durch die um Zehnerpotenzen billigere Arbeit der in den eigenen Prozess zwangsweise integrierten – Demokratie garantiert auf diese Weise ungleichen Lohn für gleiche Arbeit! Daraus entsteht eine Interessenbündelung der Surplusprofitempfänger – auch mit ihren Herrschern! – welche bspw. Meinungsfreiheit (esoterischen Pluralismus) möglich macht.
2.) da nach Hegel ‚Widersprüche sind die Triebkräfte der Entwicklung‘ gilt, entsteht ein extremer Wirtschaftsmotor. Das wird jedem einleuchten wenn er sich überlegt, dass man eben mehr Staudämme bauen oder mehr Bananen oder Kaffee verkaufen kann, wenn die Leistungsträger selbst mit Elendslöhnen abgespeist werden. Auch ist die Demokratie nicht etwa, wie man versucht zu verkaufen, menschenfreundlicher oder was auch immer. Ein Beispiel: Kinderarbeit von unter 10 jährigen Kindern die in afrikanischen Goldminen schlimmer als jedes Vieh behandelt werden, das Gold förmlich mit den bloßen Händen aus der Erde gekratzt, dann bei den Surplusprofitempfängern auf dem Schweizer Goldmarkt erscheint, so etwas ist nur möglich in einem demokratischen Wirtschaftsgefüge wo Surplusprofitempfänger und Surplusprofitllieferant keinerlei emotionale Bindungen mehr haben.

Soweit kurz das was den Demokrat begeistert – kommen wir nun zur Kehrseite der Medaille:

1.) der Surplusprofit der jeweils fortgeschrittenen Kultur im ökonomischen Gesamtprozess einer Demokratie (Hinweis: der Demokrat ist also immer nur eine Teilmenge im ökonom. Gesamtprozess – das ist ja der Witz an der Demokratie) wird zunächst für alle leicht zugänglich, ist quasi automatisch gegeben durch den höheren Entwicklungsstand seiner Kulturstufe
2.) durch die Einbeziehung dieser zurückgebliebenen Kulturen in den eigenen ökonomischen Kreislauf, kommt es zu einer unvermeidlichen ‚Wissensdiffusion‘ über die Grenze der Surplusprofitempfänger hinweg. Der Know-How Vorsprung der Surplusprofitempfänger schwindet. Während also zu Beginn einer solchen Wirtschaftssituation, jedes Individuum der privilegierten Demokraten, bedingt durch den großen Know-How Vorsprung seiner Kulturstufe, auch materiell problemlos Surplusprofit erzielen kann, wird dies bei zunehmender Durchmischung des Wissens immer schwerer, bis die Demokratie zuletzt aus der nun entstandenen Unfähigkeit Surplusprofit für alle zu generieren, zerbricht. Was dann bleibt ist das was Marx als ‚den Krieg aller gegen alle‘ bezeichnete, nackter Kapitalismus.

Friedrich Engels hat das hier schon sehr schön beschrieben, das Einzigste was er eben m.E. nach nicht verstanden hat, ist die Tatsache, dass die Sklaverei eben die Demokratie auch erst ermöglichte.

http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_107.htm (-> ziemlich am Ende der Seite)

Konklusion, nach dialektisch notwendiger Gesamtschau:

a.) die Wissendiffusion in die Gebiete der Surplusprofitlieferanten bedeutet also schliesslich eine Verlagerung aller vom Durchschnittsindividuum leistbaren Arbeit dorthin!
Der einzelne Kapitalist könnte sich dem nur bei Strafe seines sofortigen Unterganges entziehen.
b.) die allgemeine Krise des Kapitalismus – wenn auch temporär durch die totale Aufhebung des intrinsischen Wertes von Geld etwas verzögert (Aufhebung der Golddeckung – nur die Weltmacht bestimmt rein willkürlich wieviele Milliarden und Oktilliarden Dollar gedruckt werden – der ‚Wert‘ ist direkt an ihre ökonomische/militärische Macht und globale Vormachtstellung gekoppelt), schlägt mit immer höherem Alltags-Stress beim Normalindividuum zu
c.) seit den 80er Jahren wächst in Deutschland die Arbeitsproduktivität schneller als das Bruttosozialprodukt – und genau seit dieser Zeit stirbt das Volk durch den Dauerstress ab.
Dauerstress meint mangelnde Sozialität in der Formation – und der Mensch ist nunmal ein soziales Wesen, der Konsument lässt sich aber gern mit Offroader und Flachfernseher für den Tod seiner Gene entschädigen!
d.) Die Fertilitätsrate sinkt unter das Erhaltungsniveau, und nun soll es gar simpelst (am preiswertesten nach kapitalistischem Eigennutzenkalkül) ‚aufgefüllt‘ werden.
Die globale Bourgeoisie schlägt dabei geschickt mehrere Fliegen mit einer Klappe:
– der Surplusprofitempfänger – sehr gut bezahlter Arbeitnehmer (vgl. zu einem ‚Weltdurchschnittslohn‘) in der Rüstungsindustrie bspw. – stellt die Waffen her welche mit hohem Profit bei den zurückgebliebenen Kulturen abgesetzt werden können (gegen Ressourcen aller Art bspw.)
– während dieser Surplusprofitempfänger selbst langsam abstirbt – weil er dieser Rolle als Ausbeuter gar nicht dauerhaft gewachsen ist, werden zumindest temporär – in den Gebieten der kollektiven Mythen noch
Bevölkerungsüberschüsse erzeugt (durch das Zusammentreffen von pantheistischem und vorpantheistischem Laissez faire)
-> die hier lebenden Hartz-IV-Empfänger sind als Leistungsschwache Individuen ‚abgeschrieben‘ und müssen nur ruhig gestellt werden, keinerlei Impulse für den Kapitalismus
-> von den neu hier eintreffenden Kämpfern aus aller Welt (das sind nicht die Schwächsten, die es bis hierher schaffen!) aber erhofft man sich ein erneutes Ansteigen des Leistungdrucks zwischen den Individuen,

….. das in etwa könnten die Motive der Bourgeoisie aus meiner Perspektive sein ……

mvg Philzer

Fussnoten   [ + ]

1. Fussnoten im Überblick

hugo • 5. April 2016


Previous Post

Next Post

Hinterlasse eine Antwort

Your email address will not be published / Required fields are marked *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Seite verwendet das Plugin footnotes