LandOhneSocken

Ein Leben ohne Transferzahlung

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21 Kautschuk, Rente …..

Version: 1.01 Hier geht es zu den Fussnoten 1)Fussnoten im Überblick – so kann man sich zuerst die Basics zum Beitrag anschauen — wen es interessiert hier allgemeine Wirtschaftsdaten zu Thailand Wirtschaftsdaten zu Thailand aus 2014

Nach allem was so gerade in Europa passiert z.B der Flüchtlingsturm und das kommende Finanzdesaster, das sich langsam aber unaufhaltsam im Hintergrund aufbaut. Wie hat sich das Konzept entwickelt, das ich einmal im Kopf hatte – eine kleine Zwischenbilanz nach 5 Jahren ist jetzt einmal angesagt.

Noch einmal kurz die Rahmendaten, damit sich auch Leute die diesen Blog nur zum Teil gelesen haben, ein Bild machen können. Unsere Kernfamilie umfasst 3 Personen, meine Frau (Thai), mein Sohn (Thai/Deutsch) und ich (Deutsch). Meine Frau war das 10. Kind von 10, es leben von ihren Geschwistern noch 9, also das thail. Familienumfeld ist relativ gross ihre Eltern habe ich nicht mehr kennengelernt, die waren schon verstorben. In Klammern ist die Staatsangehörigkeit, das ist hier in Thailand sehr wichtig, wenn man Geschäftsmöglichkeiten wahrnehmen will, die normalen Thais offen stehen. Die Mehrzahl der hier lebenden Ausländer sind Rentner/Pensionäre und ohne die Transferzahlungen sind sie in kürzester Zeit insolvent. Diese Gruppe muss in der Regel auch Teile der thail. Familie von Seiten der Frau mitfinanzieren. Das ist jetzt kein Rassismus wie die meisten Ausländer glauben, sondern das ist Thaistyle, auch Thailänder mit höherem Einkommen als der Rest der Familienmitglieder unterstützen ihre Familien – wenn die traditionellen Lebensformen noch einigermassen intakt sind. Es gibt in TH kein Sozialsystem, also auch keine Abhängigkeit vom Staat und dessen Politikschranzen – die Abhängigkeiten bestehen im Familienclan. Die Kinder sind verpflichtet (ebenfalls ein ungeschriebener Generationenvertrag) im Alter die Eltern zu pflegen und/oder zu unterstützen. Staatsangestelle bekommen eine Rente/Pension, aber noch wichtiger ist, sie haben eine lebenslange Krankenversicherung, die vom Staat bezahlt wird. Diese Versicherung erstreckt sich auch auf alle Verwandeten 1. Grades. Hier zeigt sich sehr schön, dass Dienern des Staates auch entsprechende Vorteile zuteil werden, das ist im Westen übrigens das gleiche Spiele, hat aber ganz andere Bezeichnungen.

Die meisten Ausländer leben im Umfeld der Touristendestinationen wie z.B Pattaya oder Phuket und nur ganz wenige bemühen sich die Landessprache zu erlernen. Manche können die notwendigsten Thaibegiffe aussprechen, nur Ausnahmen dürften des Lesens und Schreibens in Thai mächtig sein – wer klassisches Thaibussiness betreiben möchte muss zwingend die schriftliche Form beherrschen und zwar recht gut. So der grobe Rahmen ist abgesteckt.

Ausländern ist es untersagt in Thailand zu arbeiten, nur ganz wenige Bereiche sind für sie offen, am einfachsten ist es, sie werden von einer internationalen Firma nach Thailand geschickt um dort zu arbeiten, dann wird auch diese Firma alle nötigen Papiere besorgen. Solche Arbeitsplätze gibt es aber immer weniger, in ein paar Jahren dürften das nur noch ganz seltene Ausnahmen sein. Ich habe selbst in einem internationalen Konzern gearbeitet und früher gab es in Bangkok ein Büro mit 3 ganzjährigen externen Mitarbeitern aus CH/D vor Ort. Bevor sie outgesourced wurden, durften sie noch ihre thailändischen Nachfolger einarbeiten und der Häuptling ist jetzt ein Engländer 2)er ist mit einer Thailänderin verheiratet und verdient gemessen am thail. Standard natürlich immer noch recht viel – aber wenn man das mit den Einkommen der ehemaligen CH/D Mitarbeiter vergleicht, dürfte es etwa gut einem Drittel entsprechen. Solche Entsendungsarbeitsverhältnisse gibt es aber nicht mehr in den grossen Konzernen, alte Verträge werden auch aufgelöst. Früher war das so: der entsendete Mitarbeiter war im Stammhaus angestellt, also in CH/D und wurde auch in CHF/Euro bezahlt. Die ganzen Sozialversicherungen liefen ganz normal weiter, z.B Rentenversicherung, Krankersicherung etc.  Eine Rückkehr zurück ins Stammhaus war jederzeit möglich, das lief wie bei einer innerbetrieblichen Versetzung. Heute ist das so:  Es gibt einen speziellen Anstellungsvertrag, der ist befristet z.B 1, 2 oder x Jahre, man muss den alten Arbeitsvertrag im Stammhaus kündigen, eine Rückkehrgarantie gibt es keine mehr, Sozialversicherungen laufen nicht mehr weiter — kurz gesagt: derjenige der sich heute entsenden lässt ist im Regelfall schlechter gestellt, als wenn er sich im Ausland dirket bei der entsprechenden Firma anstellen lässt, da ist dann nämlich vieles verhandelbar …. je nach dem wie dringend die Firma so einen Ausländer benötigt, was aber immer seltener vorkommt der nicht einmal mehr die Hälfte von dem Einkommen hat, das zuvor der  am geringsten Verdienende hatte. So läuft das im globalen Zeitalter. Das war aber schon vor mehr als 10 Jahren erkennbar wie das laufen wird und für mich zu keiner Zeit eine Option, ich hatte mich dort auch nie beworben.

Ein Projekt muss man selbst zum Stehen bringen, als Privatmann mit allen Konsequenzen. Wer als ausländischer Privatmann ein Geschäft in Thailand starten will, braucht eine Menge Geld und zwar Cash. Er steht aber sofort unter Beobachtung aller dafür zuständigen thailändischen Behörden und ist auch gleich ein fleissiger Steuerzahler, wenn er es denn bis zu einer Geschäftsgründung schafft. Das alles hatte ich schon bei meinem 1. Anlauf durchexerziert und beim 2. Anlauf nicht noch einmal wiederholt, denn die Erfolgschancen sind sehr gering. Zusammenfassen könnte man das wie folgt: als Ausländer mit eigenem Geschäft in Thailand ist man den Behörden ausgeliefert, das kann gut laufen, muss aber nicht.

Mein Weg war deshalb ein ganz anderer, den kann ich aber niemand empfehlen, denn der passt wahrscheinlich nur zu meinem Leben, daraus lässt sich auch kein Bussinessplan stricken. Ich kann nur grob nachzeichenen wie dieser Weg verlaufen ist. Die erste klare Erkenntnis war aber ungeschminkt zu treffen: Unabhängigkeit gibt es keine – aber wer das ehrlich analysiert erkennt auch sofort, dass das in der EU/D in gleicher Weise gilt – auch dort sind die Menschen den Behörden ausgeliefert, allerdings können sie das nicht selbst entscheiden – dort ist es eine Zwangsmitgliedschaft.

In Thailand gibt es eine Alternative zu den Behörden/Staat – die Familie, daraus folgt die passende Frau muss gefunden werden – ob das die passende war, weiss man aber erst mit Sicherheit, wenn man alles investiert hat – ja, das ist ein Hochseilakt ohne Auffangnetz. 3)was man jetzt auch wissen muss ist, dass ein Leben als ausl. Rentner/Pensionär eigentlich kein Vorteil darstellt, denn die thail. Frau/Familienclan wähnt sich dann sofort bestens versorgt, also warum noch irgend etwas selber tun. Dieses Verhalten ist ein typisches Thai Verhalten und damit kämpfen auch die wirtschaftlich erfolgreicheren Thais und flüchten dann meist nach Bangkok, weg vom Familienclan. Der Ausländer kann durch die Sprachbarriere aber nicht hinter die Kulissen schauen und die Frau die er geheiratet hat, ist meistens das jüngste(re) Kind in der Familie und deshalb hauptverantwortlich für die Eltern und in der Hierachie altersmässig untergeordnet. So eine altersmässige Hierachie kann nur durch entsprechende Leistungen dieser Frau abgeschwächt werden. So bauen sich zwischen der Welt des Ausländers und seiner thail. Frau automatisch schwer lösbare Konflikte auf, denn beide Seiten sind in ihrem Weltbild gefangen und nur selten kann das zufriedenstellend gelöst werden

Vor noch 5 Jahren hätten die meisten denen man das erzählt hätte, nur den Kopf geschüttelt und einem für verrückt erklärt. Vor noch 5 Jahren hätte aber auch niemand für möglich gehalten, dass Europa von einem Flüchtlingssturm überrannt wird und die Kanzlerin/Regierung selbst die Grenzen öffnet und geöffnet hält …..  (Umvolkung ein alter Plan der UNO) ich glaube es wird verstanden was ich sagen will. Was bedeutet die Abhängigkeit von der Familie im konkreten Fall für einen Ausländer: im Prinzip bedeutet es, dass die wichtigsten Investionen für die Existenzgrundlage der Frau gehören – das ist urkundlich festgehalten z.B indem wenn die Frau ein Grundstück kauft, der ausl. Ehemann unterschreiben muss, dass es aus dem Vermögen der Frau bezahlt wurde. Im Falle einer Scheidung hat er keine Ausgleichforderungen.  Was ist jetzt die Garantie, dass einem die Frau nicht einfach vor die Türe setzt ….. also eine Garantie gibt es nicht, die Kunst ist das Kräfteverhätnis im Gleichgewicht zu halten. Die Generation Waldorfschüler und Frauenversteher haben dazu  keinerlei Grundlagen auf die sie aufbauen könnten, denn die thail. Frau schätzt keine Weicheier, schon gar nicht in einer Rechtsposition die zu 100% auf ihrer Seite steht. Diese Kunst, das Kräfteverhältnis im Gleichgewicht zu halten, ist eine der Schlüsselfähigkeiten für das Überleben hier als Ausländer, aber darauf gehe ich nicht näher ein. Zur thail. Frau könnte man folgendes ergänzen: hier gibt es keinen Feminismus, die Fähigkeiten die eine thail. Frau ihr eigen nennt, setzt sie zu 100% ein und steht dann ihren -Mann-. Eine private Schätzung von mir als Beobachter, weit mehr als 50% der erfolgreichen Geschäftsleute sind Frauen hier in Thailand, oft ist das aber für Nicht-Thais nicht als solches erkennbar, denn in der Aussendarstellung dominiert der Mann. :mrgreen:

So – was braucht man um eine Existenz aufzubauen: ein eigenes Haus wäre praktisch, ebenso eigenes Auto, ein sicheres Einkommen muss generiert werden können, diese Einkommen sollte auch eine Rente (also ein Einkommen im Alter, wenn nicht mehr arbeitsfähig) ermöglichen ….., wenn man Kinder hat, sollte man genügend Geld haben um eine vernünftige Schulbildung bezahlen zu können. 4)Hier mal ein Richtwert: für die ersten 6 Schuljahre bevor die weitere Laufbahn festgelegt wird rund 500k Baht also gut 10k Euro. Nach dem 6. Schuljahr stehen für gute Schulen überall Aufnahmeprüfungen an – schafft man diese geht es noch einmal 6 Schuljahre weiter mit ungefähr ähnlichen Kosten. Hat man den Abschluss einer solch guten Schule stehen wieder Aufnahmeprüfungen für die Unis in Bangkok an – mit einem Abschluss von einer guten Schule zeigt die Erfahrung, dass diese Schüler die Aufnahmeprüfungen zu den 3 besten Unis in Thailand immer schaffen – deshalb ist es so wichtig auf eine gute Schule zu kommen. Das sind im übrigen immer staatliche Schulen. Ein Studium auf einer der 3 guten Unis kostet dann noch einmal ca. 500-1 Mill. Baht also ca. 20k Euro. Für die Besten gibt es Stipendien und als Ausgleich müssen die Absolventen dann die ersten 1-2 Jahre im Staatsdienst arbeiten. Alles zusammen also ungefähr 3-4 Mittelklasse Autos ….

Also das Leben in Thailand ist nicht wirklich billiger als in EU/D – die Vorteile sind anderer Art. Wenn das Familieneinkommen durch ein/e Thai bestritten wird, ist es im Regelfall steuerfrei und zwar komplett. Erst weit im 1, x Millionenbereich in Euro kommt man in die Fänge der Steuerbehörde, wohlgemerkt nur wenn man Thai ist als Ausländer  wird ein Mindesteinkommen von ca. 50k Baht/mtl. vorausgesetzt und das wird auch sofort besteuert.

Damit sind die Vor- und Nachteile schon im wesentlichen aufgeführt: Die Abhängigkeit ist immer noch vorhanden, die Abhängigkeit vom Staat wurde eingetauscht in die Abhängigkeit der Familie, also eine Lebensweise, wie sie auch zu Zeiten von meiner Grossmutter in D üblich war.  In westlichen Demokratien ist so eine Lebensform nicht mehr umsetztbar, weil politisch nicht gewollt. Alles liegt in der eigenen Hand, wer eine Krankenversicherung will, kauft sich eine, wer das für überflüssig hält läst es. Es ist aber klar, dass Ärzte nicht umsonst arbeiten, wenn man Glück hat in einem aktuellen Notfall – im Regelfall nur gegen Cash, genau alles wie zu Grossmutters Zeiten.

Unsere Familie hat das wie folgt gelöst: es ist ein reines Thai Unternehmen – unsere Basis ist die Kautschukplantage von gut 6 Hektar. Trotz des Rohstoffeinbruchs von über 70% Einkommensverlust, ist meine Frau in der Lage genug Einkommen zu verdienen, ungefähr soviel wie ich in D erwirtschaften würde, auf das Monatseinkommen umgelegt (gemeint ist natürlich immer das Nettoeinkommen – vom Bruttoeinkommen kann man sich bekanntlich auch nichts kaufen). In der Schweiz hab ich einiges mehr verdient, das muss erwähnt werden, damals war ich aber auch nur mit einem Steuersatz von rund 10% belastet und musste Überstunden ohne Ende schieben. Ich hatte das mal ungefähr abgeschätzt: in den 12 Jahren in der Schweiz hab ich auf eine 40 Stunden Woche bezogen 2 Jahe mehr gearbeitet, also rund 14 Jahre. Wer als Ausländer in CH arbeitet und dann den CH/EU Raum verlässt, kann sich dann seine Pensionkasse ausbezahlen lassen – das waren damals bei mir einiges über 100k CHF in den 12 Jahren und die AHV, d.h die Grundsicherung gibt es aber auch noch. 5)Schweizer Rentensystem In D wird dieses Geld für neue Facharbeiter oder ähnliches verwendet – beim reinen Umlageverfahren sieht davon kein Deutscher etwas, des Deutschen Privileg ist es die Kassen zu füllen, leeren tun es dann Menschen die nicht in D geboren wurden, so etwas nennt man in D Gleichheitsprinzip.6)die Transferleistungsempfänger in TH sind ja immer stolz darauf, dass sie ihrer in TH ansässigen Familie kein Haus oder eine Existenzgrundlage finanzieren, – sie sind ja nicht blöde, das Nichtstun zu unterstützen — 😀  mit ihrem Geld wird statt dessen in D der Flüchtlingsstrom versorgt, die Taxifahrten der Asylanten bezahlt und die Mieten für deren Unterkünfte — das ist eben die höhere Logik eines demokratischen Bildungsbürgers, dagegen ist noch kein Kraut gewachsen  Heute bin ich bis auf meine Familienabhängigkeit ein freier Mensch, meine Zeiteinteilung ist nicht mehr festgelegt. Niemand kommt mehr und sagt, morgen ist dein Flug auf 5.00 Uhr gebucht, du must nach den USA. Heute sitzt ich um 5.00 Uhr auf dem Mountainbike und ziehe meiner Wege, denn um diese Zeit ist es nur 25 Grad kalt … und keine 3x wie tagsüber.

Hier jetzt ein paar Bilder zum Familien Basis Investment der Kautschukplantage. Es ist die Neupflanzung. Was man jetzt sehen kann ist gute 3 Jahre alt nocheinmal 4 Jahre, dann kann diese Plantage bewirtschaftet werden. Was man hier sieht da habe ich die letzten Jahre selbst mitgearbeitet. In diesem Jahr haben es 2 Arbeiter alleine gemacht, ein 71 jähriger Mann und seine Frau, komplett alles in Handarbeit, so wie das vor 100 Jahren auch gemacht wurde. Ich selbst hatte früher die Baumreihen mit einer Grasschneidemaschine sauber gemacht und anschliessend gehackt und die Kletterpflanzen entfernt. Der jetztige Arbeiter macht das alles mit einem Buschmesser und einem extra Arbeitsgerät um den Boden sauber zu machen. Aus meiner Sicht ist das die beste Art diese Arbeit zu erledigen, allerdings auch die zeitaufwendigste und ich kenne niemand ausser diesen 2 Arbeitern die das noch so machen. Für mich sind die 2 Personen wie eine Botschaft aus dem letzten Jahrtausend, das findet man auch in Thailand nur noch als Relikt aus der Vergangenheit und ich hatte das Glück es noch zu erleben, bevor es von diesem Planeten verschwindet. Die folgenden Bilder anklicken und sie werden vergrössert.

Saubere Baumreihe die Leistungs unseres Arbeiters 71 Jahre

Saubere Baumreihe die Leistungs unseres Arbeiters 71 Jahre

 

Frau von Arbeiter

Frau von Arbeiter

Arbeiter mit 50 kg Sack unterwegs – wie gesagt, er ist 71 Jahre

Arbeiter mit 50 kg Sack unterwegs – wie gesagt, er ist 71 Jahre

Ich selbst habe ebenso wie der alte Herr auch schon so einen 50 kg Sack  die Reihen entlang getragen, aber ich war da schon an meinem persönlichen Level angelangt. Ich musste alles mobilisieren um das zu schaffen. Wenn ich das mit 71 Jahren noch schaffen sollte, dann hab ich alles richtig gemacht. 😎

Teilweise saubere Baumreihen, im Vordergrund rechts muss es noch gemacht werden

Teilweise saubere Baumreihen, im Vordergrund rechts muss es noch gemacht werden

Das Nachbargrundstück von uns – die Bäume sind gleich alt und seit gut 3 Monaten wurde nicht mehr sauber gemacht – so sieht das dann aus

Das Nachbargrundstück von uns – die Bäume sind gleich alt und seit gut 3 Monaten wurde nicht mehr sauber gemacht – so sieht das dann aus

Nachbargundstück Nahaufnahme – das Gras ist mannshoch, dazu kommt noch dass bei so einem Wildwuchs auch jede Menge Schlangen (Kobras) und anderes Getier unterwegs ist

Nachbargundstück Nahaufnahme – das Gras ist mannshoch, dazu kommt noch dass bei so einem Wildwuchs auch jede Menge Schlangen (Kobras) und anderes Getier unterwegs ist

Unser Fischteich im Vordergrund links im Hintergrund unser Grundstück, rechts die 2/3 ab der hohen Baumgruppe das Nachbargrundstück

Unser Fischteich im Vordergrund links im Hintergrund unser Grundstück, rechts die 2/3 ab der hohen Baumgruppe das Nachbargrundstück

Wenn die Bäume in ca. 4 Jahren angeschnitten werden können, dann liefern sie gut 20-25 Jahre Latex und unter jetzigen Voraussetzungen ist das die Rente von meiner Frau und mir. Sollte ich noch Rentenzahlungen die mir zustehen aus Europa erhalten, dann freue ich mich natürlich, wenn nicht ändert das auch nicht viel an unserem Leben. Läuft hier alles einigermassen geordnet ab, dann wird unser Sohn und seine Familie auch noch problemlos von einer dann fällig werdenden Neupflanzung leben können. Wird es sehr unruhig, dann wird das alles mit Sicherheit mit der Waffe in der Hand verteidigt werden, das ist hier der normale Konsens freiwillig weicht hier niemand.

 

Fussnoten   [ + ]

1. Fussnoten im Überblick
2. er ist mit einer Thailänderin verheiratet und verdient gemessen am thail. Standard natürlich immer noch recht viel – aber wenn man das mit den Einkommen der ehemaligen CH/D Mitarbeiter vergleicht, dürfte es etwa gut einem Drittel entsprechen. Solche Entsendungsarbeitsverhältnisse gibt es aber nicht mehr in den grossen Konzernen, alte Verträge werden auch aufgelöst. Früher war das so: der entsendete Mitarbeiter war im Stammhaus angestellt, also in CH/D und wurde auch in CHF/Euro bezahlt. Die ganzen Sozialversicherungen liefen ganz normal weiter, z.B Rentenversicherung, Krankersicherung etc.  Eine Rückkehr zurück ins Stammhaus war jederzeit möglich, das lief wie bei einer innerbetrieblichen Versetzung. Heute ist das so:  Es gibt einen speziellen Anstellungsvertrag, der ist befristet z.B 1, 2 oder x Jahre, man muss den alten Arbeitsvertrag im Stammhaus kündigen, eine Rückkehrgarantie gibt es keine mehr, Sozialversicherungen laufen nicht mehr weiter — kurz gesagt: derjenige der sich heute entsenden lässt ist im Regelfall schlechter gestellt, als wenn er sich im Ausland dirket bei der entsprechenden Firma anstellen lässt, da ist dann nämlich vieles verhandelbar …. je nach dem wie dringend die Firma so einen Ausländer benötigt, was aber immer seltener vorkommt
3. was man jetzt auch wissen muss ist, dass ein Leben als ausl. Rentner/Pensionär eigentlich kein Vorteil darstellt, denn die thail. Frau/Familienclan wähnt sich dann sofort bestens versorgt, also warum noch irgend etwas selber tun. Dieses Verhalten ist ein typisches Thai Verhalten und damit kämpfen auch die wirtschaftlich erfolgreicheren Thais und flüchten dann meist nach Bangkok, weg vom Familienclan. Der Ausländer kann durch die Sprachbarriere aber nicht hinter die Kulissen schauen und die Frau die er geheiratet hat, ist meistens das jüngste(re) Kind in der Familie und deshalb hauptverantwortlich für die Eltern und in der Hierachie altersmässig untergeordnet. So eine altersmässige Hierachie kann nur durch entsprechende Leistungen dieser Frau abgeschwächt werden. So bauen sich zwischen der Welt des Ausländers und seiner thail. Frau automatisch schwer lösbare Konflikte auf, denn beide Seiten sind in ihrem Weltbild gefangen und nur selten kann das zufriedenstellend gelöst werden
4. Hier mal ein Richtwert: für die ersten 6 Schuljahre bevor die weitere Laufbahn festgelegt wird rund 500k Baht also gut 10k Euro. Nach dem 6. Schuljahr stehen für gute Schulen überall Aufnahmeprüfungen an – schafft man diese geht es noch einmal 6 Schuljahre weiter mit ungefähr ähnlichen Kosten. Hat man den Abschluss einer solch guten Schule stehen wieder Aufnahmeprüfungen für die Unis in Bangkok an – mit einem Abschluss von einer guten Schule zeigt die Erfahrung, dass diese Schüler die Aufnahmeprüfungen zu den 3 besten Unis in Thailand immer schaffen – deshalb ist es so wichtig auf eine gute Schule zu kommen. Das sind im übrigen immer staatliche Schulen. Ein Studium auf einer der 3 guten Unis kostet dann noch einmal ca. 500-1 Mill. Baht also ca. 20k Euro. Für die Besten gibt es Stipendien und als Ausgleich müssen die Absolventen dann die ersten 1-2 Jahre im Staatsdienst arbeiten. Alles zusammen also ungefähr 3-4 Mittelklasse Autos
5. Schweizer Rentensystem
6. die Transferleistungsempfänger in TH sind ja immer stolz darauf, dass sie ihrer in TH ansässigen Familie kein Haus oder eine Existenzgrundlage finanzieren, – sie sind ja nicht blöde, das Nichtstun zu unterstützen — 😀  mit ihrem Geld wird statt dessen in D der Flüchtlingsstrom versorgt, die Taxifahrten der Asylanten bezahlt und die Mieten für deren Unterkünfte — das ist eben die höhere Logik eines demokratischen Bildungsbürgers, dagegen ist noch kein Kraut gewachsen

hugo • 17. Februar 2016


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Comments

  1. Stephan Hockmann 3. April 2016 - 8:46 Reply

    Sicherheit: Staat (DE) vs. Familie (THA)

    Same same, but different……Sie kennen ja den Spruch. Ich lebe in einer vergleichbaren Situation. Ebenfalls in der tiefsten Provinz abseit jeglicher Touristenströme.

    Wenn ich mir dagegen meine/n Bruder/Schwägerin in DE ansehe. Haben die unvermeidliche Kredithütte finanziert über die ebenfalls unvermeidlichen Lebensversicherungen. Grundsteuer und Nebenkosten können beliebig erhöht werden. Der Terror a la Wärmedämung u.ä. kann bis ins unendliche gesteigert werden. Dann das Risiko „Flüchtlinge“. Dabei ist es schon egal ob nur eine Unterkunft in der Nähe aus dem Boden gestampft wird, es zu Zwangseinweisungen und (Teil-)Enteignungen kommt. Sicher ist da absolut gar nichts.

    Das ganze kann man auch auf klein- und mittelständische Unternehemen übertragen, siehe Mindestlohn, Dokumentationspflicht und bürokratische Auflagen aller Art.

    Natürlich gehört mein Haus nicht mir obwohl ich es bis auf den letzten Satang finanziert habe. Selbstverständlich bin ich auch für alle Notfälle (throw money at me) in der Familie zuständig aber das ist keine Einbahnstraße. Es gibt ja auch jede Menge Gegenleistungen dafür. Nur der guten Ordnung halber. Ich Rede hier nicht von einer (Ehe-)frau.

    Mit jedem Tag verschiebt sich das Sicherheitsgefühl zu Gunsten Thailands.

    Der Schlüßel ist eben; Zitat: „….. die Kunst ist das Kräfteverhätnis im Gleichgewicht zu halten.“

    • hugo 4. April 2016 - 8:36 Reply

      Hallo,
      so wie ich das sehe sind die meisten deutschsprachigen Ausländer hier schwer enttäuscht worden von der hiesigen Demokratie. Sie lieben Schlagzeilen wie diese, da können sie dann schwadronieren was sie über Demokratie gelernt haben:

      Menschenrechtsorganisationen sind besorgt …

      In diesen Foren sind die ausländischen Volldemokraten zu Hause und reden sich die Welt zurecht wie Pippi Langstrumpf …. Was von solchen Quellen zu halten ist – Quelle: ChiangRaiTimes ist schnell überprüft. Wir landen dann immer bei den NGOs der üblich Verdächtigen, sobald das Wort Menschenrechte auftaucht.

      Was gerade in dem Land passiert, das ihnen ihr Leben hier ermöglicht, dort ist natürlich alles besser und demokratischer wie hier. Ich bin überzeugt davon, es dauert nicht mehr lange, dann dürfen die Rentner/Pensionäre das wieder vor Ort selbst überrüfen, weil irgendwie der hiesige Geldautomat nichts mehr ausspuckt. Das Recht auf Rente/Pension ausgezahlt im Ausland, dürfen sie dann im Herkunftsland einklagen. Mit dem bislang als sicher geltenden Eigentum (Eigenheim) ist seit den letzten Jahren der EU Mitgliedschaft und dem ESM Vertrag und den Freihandelsabkommen, nichts mehr so wie es einmal war. Auch kann im Zuge der Schuldenkrise jederzeit eine Zwangshypothek eingetragen werden, das wäre ja nichts Neues, sondern im Gegenteil – das ist Standardprozedur.

      Wirkliche Sicherheit dürfte es wohl in absehbarer Zukunft so schnell nicht mehr geben weder hier, aber noch viel weniger in DACH/EU. Ich sehe es auch so, die Kunst ist das Gleichgewicht zu halten — im Buddhismus ist das der -mittlere Weg-
      Während in DACH/EU der Staatsterror langsam offensichtlich wird, sind hier in TH die Ausländer, die sich an die hiesigen Gesetze halten, bestenfalls von leichten Gängelungen betroffen wie z.B der 90 Tage Rapport. Auf der anderen Seite aber sorgt dieser Staat dafür (ohne dass wir dafür bezahlen müssen), dass hier nicht jeder über die Staatsgrenze läuft, wie es ihm gerade passt. Unterm Strich leben wir in paradischen Zuständen …..
      Gruss

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